SGD Nord fördert Hochmoore in Hochwald


SGD Nord fördert Hochmoore

Koblenz, 29.07.13. SGD Nord-Präsident Dr. Ulrich Kleemann begleitete Umweltministerin Ulrike Höfken bei ihrer Wanderung im geplanten Nationalpark Hunsrück im Rahmen ihrer Sommertour 2013. Die besonderen erdgeschichtlichen Gegebenheiten sowie das kühle und regenreiche Klima des Hochwaldes haben eine einzigartige Landschaft entstehen lassen. Es bildeten sich Bruchwälder, die im Hunsrück auch Hangbrücher genannt werden. Extreme Wasserbeeinflussung und Nährstoffarmut sind die markanten Kennzeichen dieses speziellen Lebensraums. Bei ungestörter Entwicklung können sich Hochmoore ausbilden. Nur wenige Pflanzen können in den extremen Standortbedingungen gedeihen, zum Beispiel Wollgras, Bärlapp, Sonnentau, Moorbirke. Eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sind an diesen Vegetationstyp gebunden. „Es dauert sehr lange, bis sich solche Moore ausbilden. Sie sind sehr störungsempfindlich und deshalb leider auch sehr selten“, fasst SGD Nord-Präsident Dr. Kleemann die besondere Schutzbedürftigkeit dieses Landstrichs zusammen. Aus diesem Grund fördert die SGD Nord in den Landkreisen Birkenfeld und Bernkastel-Wittlich Maßnahmen zur Förderung der Hangbrücher aus Mitteln der Biotopbetreuung. In erster Linie werden Maßnahmen ergriffen, die auf die Wiederherstellung des Wasserregimes abgestellt sind. Es wird dafür gesorgt, dass der Boden wieder vernässt. Das geschieht beispielsweise durch Aufstauung, Rückbau von Entwässerungsgräben und von wegebegleitenden Seitengräben oder die Entnahme von nicht standortgerechten Bäumen, wie die Fichte. Auch am Traunbach fördert die SGD Nord die Entfernung von Fichten. Dieser ist unter anderem Lebensraum für Eisvogel und Wasseramsel. Durch die Freistellungsmaßnahmen in der Talaue können die bestehenden Borstgrasrasen sich entwickeln und den Lebensraum bereichern.

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