Rheinland-pfälzische Industrie erhält mehr Aufträge als im Vormonat und Vorjahr


Schnellmeldung zum Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im Juni 2013

Wieder mehr Auftragseingänge

Bad Ems, 02.08.13. Die rheinland-pfälzische Industrie erhielt im Juni 2013 wieder mehr Aufträge als zuletzt. Das Statistische Landesamt errechnete auf der Basis vorläufiger Werte im Vergleich zum Mai 2013 einen preis-, kalender- und saisonbereinigten Anstieg um 3,4 Prozent. Gegenüber Juni 2012 erhöhten sich die Auftragseingänge um 3,7 Prozent. Im ersten Halbjahr 2013 lagen die Auftragseingänge um 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Veränderung gegenüber Mai 2013: Plus 3,4 Prozent Im Vergleich zum Vormonat verbesserte sich der Auftragseingang in der rheinland-pfälzischen Industrie im Juni 2013 preis-, kalender- und saisonbereinigt um 3,4 Prozent. Dabei zog insbesondere die Inlandsnachfrage an (plus 5,7 Prozent). Die Auslandsnachfrage legte ebenfalls zu (plus 1,4 Prozent). Zudem stiegen die Auftragseingänge in allen Industriehauptgruppen. Am stärksten erhöhten sich die Bestellungen der Investitionsgüterproduzenten (plus 6 Prozent). Bei den Vorleistungsgüter- bzw. Konsumgüterproduzenten fiel das Plus mit 1,5 bzw. 0,7 Prozent deutlich niedriger aus. Von den drei großen Branchen des verarbeitenden Gewerbes stieg die Nachfrage im Fahrzeugbau am kräftigsten (plus 7,5 Prozent). Der Maschinenbau (plus 3,7 Prozent) sowie die chemische Industrie (plus 1,8 Prozent) verzeichneten ebenfalls mehr Bestellungen als im Vormonat. Veränderung gegenüber Juni 2012: Plus 3,7 Prozent Gegenüber dem Vorjahr haben sich die bereinigten Auftragseingänge des verarbeitenden Gewerbes im Juni um 3,7 Prozent erhöht. Im Inlandsgeschäft wurde ein Auftragsanstieg um 8 Prozent registriert. Die Auslandsnachfrage verbesserte sich dagegen nur schwach (plus 0,8 Prozent). Sowohl die Investitionsgüterproduzenten (plus 8,1 Prozent) als auch die Vorleistungsgüterproduzenten (plus 3,1 Prozent) erhielten deutlich mehr Aufträge. Bei den Konsumgüterproduzenten ergab sich ein kräftiger Nachfragerückgang gegenüber dem Vorjahr (minus 11,8 Prozent). Die drei großen Branchen des Landes meldeten mehr Bestellungen als im Vorjahr. Im Fahrzeugbau (plus 11,1 Prozent), in der chemischen Industrie (plus 7,5 Prozent) sowie im Maschinenbau (plus 3,9 Prozent) fiel das Auftragsplus überdurchschnittlich aus. Veränderung gegenüber dem Zeitraum Januar bis Juni 2012: Plus 1,9 Prozent Im ersten Halbjahr 2013 verbesserte sich die Nachfrage in der rheinland-pfälzischen Industrie preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,9 Prozent. Die größeren Nachfrageimpulse kommen nach wie vor aus dem Ausland (plus 2,6 Prozent). Aufgrund der positiven Entwicklung im Juni verbesserte sich nun aber auch wieder die Binnennachfrage (plus 1,3 Prozent). Während die Vorleistungsgüterproduzenten (plus 3,9 Prozent) und die Investitionsgüterproduzenten (plus 3 Prozent) eine verbesserte Auftragslage meldeten, ging die Nachfrage nach Konsumgütern spürbar zurück (minus 10,6 Prozent). Von den drei großen Industriebranchen verbuchten der Fahrzeugbau (plus 9 Prozent) und die chemische Industrie (plus 8,7 Prozent) ein deutliches Auftragsplus. Die Aufträge im Maschinenbau sind dagegen um 2,4 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe stellen auf der Basis der vorläufigen Ergebnisse für das verarbeitende Gewerbe insgesamt, für die wichtigsten Güterhauptgruppen und für die größten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz monatlich die Auftragseingänge (real) und die Produktion (real) in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat bereit. Die Daten stammen aus dem Monatsbericht sowie der monatlichen Produktionserhebung für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu werden regelmäßig rund 1 000 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten befragt. Die Originalwerte der Indizes werden von kalendarischen (Arbeitstage, Ferien, u. Ä.), saisonalen und zufälligen Einflüssen überlagert. Deshalb werden zur Beurteilung der Konjunkturentwicklung Zeitreihen herangezogen, die mithilfe des Berliner Verfahrens (BV4.1) bereinigt werden. Die kalender- und saisonbereinigten Werte ergeben sich, indem man die Originalwerte um die geschätzten kalendarischen und saisonalen Einflüsse bereinigt. Die Trend-Konjunktur-Komponente entspricht im Vergleich zu den kalender- und saisonbereinigten Werten den zusätzlich um die Zufallsschwankungen bereinigten Originalwerten.

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen) Fahrzeugbau, Maschinenbau, Konsumgüter, Chemie

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