Mehr Autofahrer unter Drogen- als unter Alkoholeinfluss


Lewentz: Keine Toleranz für berauschte oder betrunkene Fahrer

Mainz, 03.08.13. Die rheinland-pfälzische Polizei hat von Freitagnachmittag bis zum Samstagmorgen landesweit Verkehrsteilnehmer auf Alkohol und Drogen im Straßenverkehr kontrolliert. Innenminister Roger Lewentz nannte als Ziel des Kontrolltages besonders, Unschuldige besser vor dem unverantwortlichen Verhalten von Fahrern unter Drogen- oder Alkoholeinfluss zu schützen. „Neben den gesundheitlichen Gefahren des Alkohol- und Drogenmissbrauchs setzen berauschte Fahrzeugführer das Leben und die Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer rücksichtslos aufs Spiel“, sagte Roger Lewentz. Bei nahezu jedem zweiten Unfall unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss kämen Menschen zu Schaden. Darum gehe die Polizei das ganze Jahr über entschlossen gegen entsprechende Verkehrsteilnehmer vor. Die Zahl der alkohol- oder drogenbedingten Verkehrsunfälle liegt landesweit bei mehr als 2.800 pro Jahr. Bei diesen Verkehrsunfällen wurden im vergangenen Jahr 29 Menschen getötet und 342 schwer verletzt. Der Anteil der Unfälle mit Personenschäden bei den alkohol- oder drogenbedingten Unfällen lag mit 44,8 Prozent in 2012 erschreckend hoch. Vertreten sind bei den Verkehrsunfällen alle Altersgruppen. Besonders häufig sind jedoch junge Fahrer bis 30 Jahre beteiligt. Lewentz betonte: „Neue Testverfahren, die wachsenden Erfahrungswerte sowie eine sich weiterentwickelnde Aus- und Fortbildung unserer Polizei lassen berauschten Fahrzeugführern keine Chance. Gerade im Bereich der Drogenerkennung nimmt Rheinland-Pfalz bundesweit eine Spitzenposition ein.“ Darüber hinaus informieren erfahrene Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte Jugendliche und Heranwachsende an den Schulen und Ausbildungsstätten über die Gefahren der drogenbeeinflussten Verkehrsteilnahme. So gelingt es, auch die Eltern, Lehrer und Ausbildungsverantwortlichen zu erreichen und für das Thema zu sensibilisieren. Die Ergebnisse des Kontrolltages im Überblick: Im Kontrollzeitraum stellte die rheinland-pfälzische Polizei 22 Autofahrer unter Alkoholeinfluss fest. 7 Fahrzeugführern wurde eine Blutprobe entnommen. Zudem fielen 56 Verkehrsteilnehmer auf, weil sie im Verdacht standen, unter Drogeneinwirkung gefahren zu sein. Insgesamt wurden 3417 Fahrzeugführer während der Kontrollmaßnahmen in ganz Rheinland-Pfalz überprüft, bei der 444 Polizistinnen und Polizisten eingesetzt waren. Die Wasserschutzpolizei kontrollierte darüber hinaus 71 Schiffsbesatzungen. Gegen 8 Fahrzeugführer musste ein Strafverfahren wegen Fahrens unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss eingeleitet und der Führerschein einbehalten werden. 67 Fahrzeugführer können wegen Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung mit einem Bußgeldbescheid von mindestens 500 Euro (bei Erstverstoß) rechnen, 67 Fahrzeugführern wird mindestens ein einmonatiges Fahrverbot auferlegt. Zusätzlich verhinderten in 7 Fällen die Einsatzkräfte eine Fahrt unter Alkoholeinfluss, weil der Fahrtantritt rechtzeitig unterbunden werden konnte. Zudem waren 94 Strafverfahren u.a. wegen unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln einzuleiten. Eine Person wurde aufgrund eines bestehenden Haftbefehls festgenommen.

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