Unwetter in Rheinland-Pfalz ohne große Schäden


Umwetter in Rheinland-Pfalz glimpflich

Mainz, 08.08.13. Nach den heftigen Unwettern über Teilen von Rheinland-Pfalz hat am Mittwoch das Aufräumen begonnen. Insgesamt richteten die Gewitter vom Dienstag im Land aber nur geringe Schäden an, lautete die Bilanz von Polizei und Feuerwehren am Mittwoch. Auch der Bahnverkehr im Rhein-Main-Gebiet laufe wieder weitgehend normal, teilte die Deutsche Bahn am Mittwochmorgen mit. Für den gestrigen Mittwoch warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach vor weiteren Unwettern. Die für Mittwochnachmittag angekündigte Gewitterfront führte in Mainz lediglich zu immer noch benötigtem Regen. Winzer und Anbauer von Hackfrüchten hoffen, dass der Regen dazu beiträgt, dass sich die Trauben füllen und Kartoffeln und Zuckerrüben ihren „Notschlaf“ beenden und weiter wachsen. Erfreulich ist auch, dass das noch nicht geerntete Getreide die Unwetter gut überstanden hat. Weitaus heftigere Unwetterfolgen sind in Baden-Württemberg zu beklagen. Die Bahn hatte wegen Blitzeinschlägen, Sturmböen und entwurzelten Bäumen einige Strecken am Dienstag zeitweise gesperrt, darunter die Verbindungen von Mannheim nach Frankfurt und nach Mainz. Einige Züge wurden an Bahnhöfen zurückgehalten. Bis zum späten Abend kam es im Mainzer Hauptbahnhof zu Zugausfällen und Verspätungen. Der Betrieb am Bahnhof ist ohnehin in Mitleidenschaft gezogen wegen Personalmangels. Besonders betroffen von Starkregen und Sturmböen waren Rheinhessen und der Raum Ludwigshafen. Die Rettungskräfte im Raum Mainz waren am Dienstag innerhalb weniger Stunden zu 60 Einsätzen ausgerückt, wie die Feuerwehr mitteilte. Meist waren Bäume und Äste auf Straßen, parkende Autos und Schienen gestürzt. Verletzte gab es aber nicht. „Das Unwetter ist glimpflicher verlaufen als erwartet“, hieß es vom Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen, das mit einer Schadenssumme von wenigen tausend Euro rechnet. Auch aus Sicht der Mainzer Polizei waren die Auswirkungen des Unwetters „nicht so gravierend wie erwartet“. Zur Schadenssumme konnte die Polizei keine Angaben machen. In der Westpfalz sowie in den Regionen Koblenz und Trier verzeichnete die Polizei keine Gewittereinsätze. Premiere hatte am Dienstag ein Flieger des Vereins zur Hagelabwehr Vorder- und Südpfalz. Das Kleinflugzeug begleitete das Gewitter von Hagenau über Bad Bergzabern und den Raum Ludwigshafen bis nach Mosbach im Odenwald, wie der Verein mitteilte. Dabei sprühte es den Wirkstoff Silberjodid in die Wolken – so sollen Hagelkörner schrumpfen oder ganz verschwinden. Die Methode wird in süddeutschen Wein- und Obstanbau-Regionen sowie in Österreich und der Schweiz angewandt, um millionenschwere Hagelschäden zu verhindern. In Rheinland-Pfalz ist das Projekt bisher einzigartig. Der erste Hagelflug sei ein Erfolg gewesen, sagte Vereinsvorsitzender Reinhold Hörner. Durch den Einsatz seien möglicherweise schwere Schäden an Gebäuden, Feldern und Weinbergen verhindert worden.

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