Dreifach-Zertifikat für Gefäßzentrum der Universitätsmedizin Mainz


Gefäßzentrum der Universitätsmedizin Mainz zertifiziert

Zentrale Fachgesellschaften bestätigen hohen Qualitätsstandard in der Universitätsmedizin Mainz

Mainz, 22.08.13. (br) Die Deutsche Gesellschaft für Angiologie (DGA), die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) und die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) haben dem interdisziplinären Gefäßzentrum der Universitätsmedizin Mainz eine sogenannte „Dreier-Zertifizierung“ ausgesprochen. Diese bestätigt dessen hohe Qualitätsstandards. Das nun von allen drei Fachgesellschaften offiziell anerkannte und zertifizierte Mainzer Gefäßzentrum setzt sich zusammen aus der Angiologischen Abteilung der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik, der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie sowie der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie. Von den 37 Universitätskliniken in Deutschland sind bisher nur fünf andere Zentren ebenfalls dreifach zertifiziert. In Deutschland gibt es rund 100 Kliniken, die als Gefäßzentren zertifiziert sind – die meisten von ihnen aber nur von einer Fachgesellschaft. In Rheinland Pfalz hat neben der Universitätsmedizin Mainz bisher nur das Gefäßzentrum in Trier eine Dreier-Zertifizierung erhalten. Die aktuelle Zertifizierung ist daher als großer Erfolg für das interdisziplinäre Mainzer Gefäßzentrum zu werten. „Viele Behandlungen bergen Risiken, Erfolgsgarantien gibt es leider nicht, doch wir bieten unseren Patienten maximale Sorgfalt und optimale Abläufe – das bescheinigt uns auch die durch Externe verliehene Zertifizierung“, so Univ.-Prof. Christian-Friedrich Vahl, Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie. Univ.-Prof. Thomas Münzel, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik, betont: „Wir wollen die Qualität der Patientenversorgung immer weiter verbessern. Unser dreifach zertifiziertes Gefäßzentrum bietet dafür eine gute Ausgangslage.“ Das Gefäßzentrum der Universitätsmedizin Mainz verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Lösung des individuellen Gefäßproblems eines Patienten. Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Univ.-Prof. Dr. med. Christoph Düber, verdeutlicht die Situation an einem Beispiel: „Für manche Gefäßerkrankungen kann die regelmäßige Verlaufskontrolle und Überwachung oder eine konservative Behandlung ausreichend sein, für andere ist ein interventionelles oder chirurgisches Verfahren sinnvoll.“ Univ.-Prof. Dr. med. Christine Espinola-Klein, Ärztliche Leiterin der Angiologie in der II. Medizinischen Klinik, erläutert: „In einem dreifach zertifizierten Zentrum werden Gefäßpatienten interdisziplinär besprochen, damit jeder Patient die für ihn optimale Diagnostik und Behandlung erhält.“ Der den Zertifizierungsprozess federführend organisierende PD Dr. Bernhard Dorweiler, Leiter der Sektion Gefäßchirurgie in der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Universitätsmedizin Mainz, ergänzt: „An anderen Kliniken ist es üblicherweise so, dass allein die Vorstellung in einer gefäßchirurgischen Ambulanz dazu führt, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit eine chirurgische Therapie gewählt wird. Das ist in Mainz seit vielen Jahren anders, und durch die Zertifizierung wird es nun auch nach außen hin sichtbar“. „Nur in einem fächerübergreifenden Zentrum können wir für jeden Patienten das individuell optimale Therapieangebot vorhalten. Das bedeutet zwar einen Mehraufwand, doch am Ende profitieren die Patienten der Universitätsmedizin Mainz von einer derartigen Vernetzung. Ich freue mich, dass diese Leistungen jetzt offiziell Anerkennung finden“, so der Medizinische Vorstand und Vorstandsvorsitzende, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer. Diagnose und Therapie von Gefäßerkrankungen haben sich in den letzten Jahren dynamisch weiterentwickelt, beispielsweise gibt es neue, aussagekräftigere und weniger belastende bildgebende Verfahren und zahlreiche innovative Behandlungsstrategien. Der Bedarf an medizinischen Leistungen dieser Art ist da, und demographische und epidemiologische Daten deuten zudem auf eine wachsende Bedeutung dieser medizinischen Disziplin hin. Auch angesichts einer steigenden Anzahl von polymorbiden Patienten treten interdisziplinäre Behandlungsansätze daher zunehmend in den Vordergrund. Die Motive für fachübergreifende Diagnose- und Therapiekonzepte sind dabei vielfältig, beispielsweise eine verbesserte Qualität durch fachübergreifende Patientenversorgung und eine stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung. Im Zertifizierungsantrag für ein Gefäßzentrum müssen 22 Kriteriengruppen erfüllt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Qualitätsgesichtspunkte, wie die Vorhaltung einer Gefäßsprechstunde als Anlaufstelle, die Gewährleistung einer Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch voll weitergebildete Fachärzte, Expertise durch hohe Fallzahlen, funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit, Teilnahme an qualitätssichernden Maßnahmen oder das Vorliegen einer fortgeschrittenen Weiterbildungsermächtigung für die verschiedenen Gefäßdisziplinen.

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