Zweite Schleusenkammer Fankel muss Anfang, nicht Ende des Schleusenausbaues an der Mosel sein


Verkehr / Schifffahrt

Minister Lewentz: Ausbau der Moselschleusen muss Priorität haben

Mainz, 26.08.13. Infrastrukturminister Roger Lewentz hat vom Bund einen zügigen Ausbau der Moselschleusen gefordert. „Die Schleusen im Mosellauf sind für die Zahl und die Größe der Schiffe heute zu klein. Die Mehrzahl der Schleusen ist ein Nadelöhr im Netz der europäischen Großwasserstraßen“, sagte Lewentz bei der Übergabe der zweiten Schleusenkammer Fankel am Montag. Die Mosel als wichtige europäische Wasserstraße müsse leistungsfähig und den heutigen Anforderungen technisch gewachsen sein. „Bei Bundeswasserstraßen wie der Mosel steht nun einmal der Bund in der Pflicht. Er muss für diese Infrastruktur Sorge tragen“, betonte der Minister. Die neue Schleusenkammer in Fankel bedeute ein großes Stück Zukunftssicherung für den Wirtschaftsstandort. Daher müsse auch bei den anderen Moselschleusen zügig Baurecht für eine zweite Kammer geschaffen und dann auch gebaut werden. Lewentz nannte die Schleusen in St. Aldegund, Müden, Lehmen, Wintrich, Enkirch, Detzem und Koblenz. „Bis zu 16 Millionen Tonnen an Gütern werden jährlich auf der Mosel bewegt. Ausgelegt ist das Schleusensystem aber nur auf 10 Millionen“, bekräftigte der Infrastrukturminister seine Forderung. Damit sei die Mosel heute die am stärksten ausgelastete Binnenwasserstraße und in Bezug zum derzeitigen Schleusensystem zu 160 Prozent ausgelastet. Rechne man die Wartezeiten der Schiffe vor den Schleusen zusammen, so könnten zwischen Dillingen und Koblenz bis zu 15 Stunden auflaufen. „Sich jetzt auf dem Erfolg von Fankel auszuruhen und die kritischen Aspekte auszublenden, wäre der falsche Weg. Erfolg verpflichtet“, sagte Lewentz. Die Rahmenbedingungen müssten stetig an die Bedürfnisse der Schifffahrt angepasst werden. Die zweite Schleusenkammer an der Schleuse Fankel ist am Montag offiziell in Betrieb gegangen. Damit geht eine mehr als zehn Jahre lange Planungs- und Bauphase zu Ende. Investiert wurden durch den Bund rund 50 Millionen Euro.

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