Umweltbildung und Naturerlebnis öffnen Türen zum Tourismus im Nationalpark


Nationalpark

Höfken: Umweltbildung als Türöffner für naturnahen Tourismus

Mainz, 27.08.13. „Der Nationalpark soll eine ungestörte natürliche Entwicklung zulassen und zugleich Impulse für eine regionale Entwicklung setzen. Angebote zur Umweltbildung und zum Naturerleben werden dafür die Grundlage schaffen“, so Umweltministerin Ulrike Höfken gestern Abend auf dem fünften und letzten Nationalpark-Forum in Neuhütten. Umweltbildung soll ein zentraler Auftrag des künftigen Nationalparks im Hunsrück sein. „Generationenübergreifend wollen wir dort vermitteln, wie natürliche Ökosysteme funktionieren und ein Verständnis für Wildnis und den nachhaltigen Umgang mit unserer Natur fördern“, sagte Höfken: „Naturerlebnisse schaffen emotionale Zugänge und wirken als ‚Türöffner‘ zu Bildungs- und Tourismusangeboten.“ Ministerin Höfken wies darauf hin, dass internationale und nationale Naturschutzgesetze „Naturkundliche Bildung“ und „Naturerlebnis“ als wichtige Aufgabe von Nationalparks definieren. Sie berichtete, dass in der Nationalpark-Region ein Leitbild für Umweltbildung und Naturerleben gemeinsam mit den Nationalparkgremien, dem Naturpark, Bildungseinrichtungen und regionalen Akteuren erarbeitet werde. „Zum Beispiel wird das künftige Nationalparkamt zu festen Zeiten Rangertouren anbieten, die von gut erreichbaren Treffpunkten aus starten – auch für spontan Entschlossene“, so die Ministerin. Weitere Programme für Gruppen seien vielfältig und könnten individuell gebucht werden. Höfken: „Das Angebot soll auf ehrenamtlichem und freiberuflichem Engagement zertifizierter Nationalparkführerinnen und –führer sowie auf Kooperation mit weiteren Bildungsangeboten fußen. Hier ist eine Fülle unterschiedlicher Kompetenzen gefragt – von Heimatkunde über Naturwissen bis hin zu Fremdsprachenkenntnissen.“ Ein weiterer Baustein der Umweltbildung im Nationalpark seien so genannte „Nationalpark-Schulen“, die dieses Aushängeschild durch bestimmte Voraussetzungen erwerben können. Dort könne der Nationalpark Bestandteil des täglichen Unterrichts werden und zum Beispiel die naturwissenschaftlichen Fächer bereichern. Die Bildungs- und Naturerlebnisangebote werden an den Nationalpark-Toren und –Infostellen präsentiert, wo auch Gäste empfangen und Besucher betreut werden. Ministerin Höfken hob hervor, dass dem Wunsch der Region entsprechend die Informationsstellen dezentral verteilt sein und vorhandene Einrichtungen genutzt werden sollen.

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