23% mehr Getreide als 2012


Sehr gute Getreideernte – Spitzenertrag bei Winterweizen

Bad Ems, 30.08.13. Die rheinland-pfälzischen Landwirte können dieses Jahr – nach einer vorläufigen Bilanz des Statistischen Landesamt in Bad Ems – mit fast 1,7 Millionen Tonnen eine sehr gute Getreideernte einbringen. Sie liegt gut 18 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre. Gegenüber dem Vorjahr, in dem nur 1,4 Millionen Tonnen geerntet wurden, stellt dies eine Zunahme von 23 Prozent dar. Auch beim Winterraps wird die Erntemenge mit 190.000 Tonnen deutlich um 23 Prozent über dem langjährigen Durchschnittswert liegen. Getreide wurde auf 238.600 Hektar und Winterraps auf 46.300 Hektar angebaut. Die Getreidefläche liegt fünf Prozent über der des Vorjahres. Beim Winterraps beträgt die Zunahme der Anbaufläche 0,9 Prozent. Aufgrund des späten Erntebeginns konnten noch nicht alle vorgesehenen Ernteproben ausgewertet werden. Die Ergebnisse sind daher noch mit Unsicherheiten behaftet und Veränderungen möglich. Der vergangene Winter zeichnete sich durch wenig Sonnenschein aus. Kältere und mildere Perioden wechselten sich ab, aber größere Schäden am Wintergetreide und Winterraps wurden nicht gemeldet. Die trübe und winterliche Witterung setzte sich im Frühjahr fort, so dass die Vegetation gegenüber den Vorjahren zurückblieb. Erst ab Mitte April war bei sonnigem und warmem Wetter ein verstärktes Pflanzenwachstum zu beobachten. Im Mai fielen bei kühlen Temperaturen überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Diese Witterungsbedingungen legten den Grundstein für die guten Erträge. Die wichtigste Getreideart ist Winterweizen, der auf 122.700 Hektar angebaut wurde. Der Hektarertrag liegt mit 7,8 Tonnen um 15 Prozent über dem langjährigen Durchschnittertrag von 6,8 Tonnen. Damit würde der bisher höchste Hektarertrag, der aus dem Jahr 2004 stammt, übertroffen. Seinerzeit waren 7,6 Tonnen je Hektar geerntet worden. Die Erntemenge beträgt 932.000 Tonnen. Das ist ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem sechsjährigen Mittelwert. Auch bei Sommer- und Wintergerste sind deutliche Ertragszuwächse zu verzeichnen. Die Anbauer von Sommergerste konnten dieses Jahr mit durchschnittlich 5,9 Tonnen den sehr guten Ertrag des vorigen Jahres (5,6 Tonnen je Hektar) übertreffen. Der Wintergerstenertrag beträgt 6,8 Tonnen je Hektar und übertrifft das langjährige Mittel um fast 17 Prozent. Die Erntemenge für Sommergerste beläuft sich auf 234.000 Tonnen und die von Wintergerste auf 224.000 Tonnen. Winterraps, der in den zurückliegenden zwei Jahren nur unterdurchschnittliche Erträge brachte, erreicht mit 4,1 Tonnen wieder sein altes Ertragsniveau. Im Jahr 2009 waren beispielsweise 4,2 Tonnen geerntet worden. Der diesjährige Hektarertrag übertrifft den langjährigen Durchschnittswert von 3,5 Tonnen um 18 Prozent.

Die Daten stammen aus der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung sowie der Ernte- und Betriebsberichterstattung. Bei der Besonderen Ernteermittlung wurden bisher 299 der 500 ausgewählten Getreide- und Winterrapsfelder vollständig abgeerntet und das Erntegut verwogen. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten knapp 370 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Feldfrüchten. Da noch nicht alle Proben ausgewertet werden konnten, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet; Veränderungen sind möglich.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

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