Ersatzkassen fordern Selbstverwaltung, Qualitätssicherung und paritätisch finanzierte Kassenbeiträge


Für hochwertige, faire und bezahlbare Medizin – Verband der Ersatzkassen veröffentlicht gesundheitspolitische Positionen

Mainz, 05.09.13. Mit gemeinsamen Eckpunkten beziehen die Ersatzkassen in der Debatte um die Gesundheitspolitik im Vorfeld der Bundestagswahl Position. Die mitgliedsstärksten gesetzlichen Krankenkassen fordern eine Stärkung der Selbstverwaltung, Autonomie in der Finanzierung und mehr Qualität in der Versorgung. Martin Schneider, Leiter der Landesvertretung Rheinland-Pfalz des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), betont: „Ziel ist eine hochwertige, faire und bezahlbare medizinische Versorgung unserer Versicherten.“ Der Verband der Ersatzkassen (vdek), zu dem BARMER GEK, Techniker Krankenkasse, DAK-Gesundheit, KKH, HEK und hkk gehören, steht für bundesweit 26 Millionen Versicherte. In Rheinland-Pfalz sind die Ersatzkassen mit rund 39 Prozent der Versicherten landesweit Marktführer in der gesetzlichen Krankenversicherung. Für den vdek bietet das bestehende Selbstverwaltungsprinzip in der Kranken- und Pflegeversicherung die besten Voraussetzungen für die künftige Gesundheitsversorgung der Menschen. „Die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft können nur gemeinsam bewältigt werden. Wir wollen kein staatliches Gesundheitswesen und auch kein privatwirtschaftliches System“, erklärt Schneider. Einen höheren Stellenwert muss nach Ansicht des vdek künftig die Qualität bekommen. Die Ersatzkassen erwarten daher mehr verlässliche und aussagekräftige Qualitätsbewertungen von Leistungen. Die Anforderungen sowie Strukturen im ärztlichen Bereich und bei den Krankenhäusern sollen sinnvoller aufeinander abgestimmt werden. In strukturschwachen Regionen dürfe auch die Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante Versorgung kein Tabu sein. Weiter fordern die Ersatzkassen die Politik auf, die Finanzierung wieder in die Hände der Selbstverwaltung zu geben. Das jetzige Finanzierungssystem mit einem staatlich festgesetzten Beitragssatz, Zusatzbeiträgen und Prämien habe sich nicht bewährt. Die Krankenkassen sollten wieder die Entscheidungsgewalt über die Finanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bekommen, Arbeitgeber und Versicherte sollten sich wieder zu gleichen Teilen an der Finanzierung beteiligen. Die Positionen der Ersatzkassen zur Gesundheitspolitik stellt der vdek als Broschüre oder unter www.vdek.com als Download zur Verfügung.

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