DGB-Berufsschultour 2013: Azubis müssen ihre Rechte kennen


Berufsschultour

DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid: „Die Qualität der Ausbildung steht für uns im Fokus“

Mainz, 06.09.13. „Auszubildende müssen ihre Rechte kennen und in der Lage sein, diese auch einzufordern. Denn noch immer gibt es Arbeitgeber, die Ausbildungsinhalte nicht gründlich vermitteln oder dazu neigen, Auszubildende als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen“, erklärte der DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid heute bei der Auftaktveranstaltung zur Berufsschultour 2013 in Kaiserslautern. An der Veranstaltung in der Berufsbildenden Schule I Technik nahmen auch Bildungsministerin Doris Ahnen und der GEW-Landesvorsitzende Klaus-Peter Hammer teil. Schon in den vergangenen Berufsschultouren kamen stets wiederkehrende Probleme zur Sprache. So müssen Auszubildende immer wieder Aufgaben übernehmen, die mit ihrem Beruf nichts zu tun haben, Überstunden leisten oder werden unter Tarif bezahlt. „Es gibt ganz klare Regeln für eine Ausbildung, die nicht ausgehebelt werden dürfen“, betonte Muscheid. Auch auf diese mache die Tour aufmerksam. Während der Tour besuchen Haupt- und Ehrenamtliche der DGB-Jugend verschiedene Klassen und erreichen landesweit mehr als 1.000 Schüler an 18 Berufsschulen. Das diesjährige Motto lautet: „Gemeinsam gewinnen – Gewerkschaft macht stark“. Auf Augenhöhe gestalten die jungen Gewerkschafter den Unterricht für die Schüler. Sie erläutern komplexe Zusammenhänge wie Tarifverträge, Möglichkeiten der Mitbestimmung und der Interessenvertretung. Mit spielerischen Methoden, vielen Beispielen aus der Praxis und großer Nähe zur Lebenswelt der Berufsschüler bringt die DGB Berufsschultour zudem Abwechslung in den Unterricht. „Nur über eine hochwertige Ausbildung können wir den Fachkräftebedarf sichern. Deshalb steht für uns die Qualität der Ausbildung im Fokus“, so Muscheid weiter zu den Anliegen der Tour. Fachliche Anleitung sei eine Investition in die Zukunft des Standortes Rheinland- Pfalz. Ein Schlüssel zu guter Ausbildung sei auch die betriebliche Mitbestimmung. „Unsere Erfahrung zeigt: Wo Betriebsräte die Ausbildung begleiten, fühlen junge Menschen sich besser aufgehoben und die Qualität der Ausbildung steigt“, sagte Muscheid. Muscheid wies auch darauf hin, dass noch immer viel zu viele junge Erwachsene durch das Raster fallen: „Rund 17 Prozent der 25- bis 35-Jährigen verfügen über keine Berufsausbildung. Angesichts des demografischen Wandels muss das für uns ein Alarmsignal sein. Wir können es uns nicht leisten, diese Menschen zu verlieren und fordern deshalb eine Ausbildungsplatzgarantie.“

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