Rückgang bei Rotmost erwartet – Es kommt auf das Wetter an


Leicht unterdurchschnittliche Weinmosternte erwartet

Deutlicher Rückgang bei Rotmost

Bad Ems, 17.09.13. Auf knapp 5,9 Millionen Hektoliter schätzen die Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz Ende August die zu erwartende Erntemenge für Weinmost. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert wären das 2,6 Prozent weniger. Im Vergleich zum Vorjahr würden 2,1 Prozent fehlen. Von den Ertragseinbußen ist insbesondere der Rotmost betroffen. Mit knapp 1,9 Millionen Hektolitern läge die erwartete Erntemenge um 8,9 Prozent unter der Durchschnittsmenge der Jahre 2003 bis 2012. Im vergangenen Jahr waren mit 2,1 Millionen Hektoliter zehn Prozent mehr geerntet worden. Die Erntemenge für weiße Moste (4 Millionen Hektoliter) würde nach den vorliegenden Schätzungen geringfügig über der Vorjahresmenge liegen. Aufgrund des Vegetationsrückstandes und des Termins, zu dem die Schätzungen erfolgten, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet und Veränderungen möglich. Der vergangene Winter zeichnete sich durch wenig Sonnenschein aus. Kältere und mildere Perioden wechselten sich ab. Größere Schäden an den Reben wurden nicht gemeldet. Die trübe und winterliche Witterung setzte sich im Frühjahr fort, so dass die Vegetation gegenüber den Vorjahren zurückblieb. Die Blüte begann in vielen Anlagen erst Ende Juni. Im vergangenen Jahr lag der Schwerpunkt des Blühbeginns in der ersten Junidekade. Ab Juli bestimmten die Hochdruckgebiete »Xena« und »Yasmine« mit Hitze, Schwüle sowie Trockenheit das Wetter. Die Blühdauer war auf Grund der hohen Temperaturen und der vielen Sonnenstunden kürzer als im vorigen Jahr, so dass die Vegetation einen Teil des Rückstandes aufholen konnte. In Rheinhessen – dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands – und der Pfalz werden Erntemengen von 2,4 bzw. 2,2 Millionen Hektoliter erwartet. Diese Werte lägen um 7,3 bzw. 7,6 Prozent unter den im Vorjahr geernteten Mengen. An der Mosel wird es mit 836.000 Hektoliter voraussichtlich eine Ernte geben, die dem langjährigen Durchschnitt entspricht. Gegenüber dem Vorjahr betrüge der Zuwachs 26 Prozent. Größere Erntemengen werden auch an der Nahe, dem Mittelrhein und an der Ahr erwartet. Die konkrete Ertragsentwicklung sowie die Qualität der Moste hängen im hohen Maße vom weiteren Witterungsverlauf ab. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 300 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter regelmäßig über die Wachstumsstände der Reben und die Weinmosterträge. Bei den Ertragschätzungen wird stets davon ausgegangen, dass der weitere Witterungsverlauf keine Extreme aufweist.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Energie)

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