Samstag: Gedenken an die Opfer des KZ Hinzert


Wider das Vergessen: Jährliche Erinnerungsfeier in Hinzert

Mainz, 19.09.13. Die jährliche Erinnerungsfeier an die Opfer des SS-Sonderlagers/KZ Hinzert beginnt um 15.30 Uhr am Samstag, dem 21. September 2013 an der KZ-Gedenkstätte in Hinzert Zur jährlichen Erinnerungsfeier für die Opfer des Naziterrors im SS-Sonderlager/ KZ Hinzert laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, das Generalkonsulat der französischen Republik in Frankfurt, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier sowie der Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert am Samstag, dem 21. September 2013 um 15.30 Uhr in das Dokumentations- und Begegnungshaus an der Gedenkstätte SS-Sonderlager/ KZ Hinzert ein. Nach der Begrüßung durch Wolfgang Faller, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, hält Sophie Laszlo, Generalkonsulin der französischen Republik, die Ansprache. 16 Schüler und Schülerinnen des deutsch-französischen Lycée français Victor Hugo in Frankfurt werden die Gedenkfeier mitgestalten. Das Gitarrenduo Waxweiler/Traut übernimmt die musikalische Begleitung. Bereits um 14.00 Uhr findet an der Kapelle eine Messe der luxemburgischen Amicale des Anciens de Hinzert (Freundeskreis der ehemaligen Hinzert-Häftlinge) statt. Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert 1939 wurde in Hinzert bei Trier ein Polizeihaftlager für „straffällige“ Westwallarbeiter errichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung „SS-Sonderlager Hinzert“. Nach der Unterstellung des SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das KZ Hinzert vor allem als „Durchgangslager“ insbesondere für luxemburgische, belgische, französische und niederländische Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau. Am 3. März 1945 wurden die meisten der überlebenden Häftlinge auf einen Gewaltmarsch Richtung KZ Buchenwald getrieben und auf dem Weg dorthin in Oberhessen schließlich befreit. Mitte März 1945 wurden die letzten noch im Lager verbliebenen Häftlinge von der US-Armee befreit. Insgesamt wurden im Hinzerter KZ nachweislich mindestens 321 Menschen ermordet oder starben durch den Lagerterror an Krankheit, Entkräftung oder Hunger.

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