Auf dem Bau läuft es wieder


Bauhauptgewerbe im Juli 2013: Aufträge und Umsätze gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahr deutlich im Plus

Bad Ems, 23.09.13. Die Auftragseingänge im rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbe sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Juli 2013 gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 6,8 Prozent gestiegen. Der baugewerbliche Umsatz verbesserte sich im Vergleich zum Juni sogar um 10,8 Prozent. In den ersten sieben Monaten 2013 lagen die Auftragseingänge um 1,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Umsätze waren um 2,8 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Veränderung gegenüber Juni 2013: Auftragseingänge plus 6,8 Prozent – Umsätze plus 10,8 Prozent Im Vormonatsvergleich erhöhte sich die Nachfrage nach Bauleistungen um 6,8 Prozent. Sowohl im Hochbau (plus 3,4 Prozent) als auch im Tiefbau (plus 10,3 Prozent) waren Zuwächse bei den Auftragseingängen zu verzeichnen. Vor allem im Straßenbau (plus 15,7 Prozent) und im gewerblichen Tiefbau (plus 15,1 Prozent) zeigte sich eine positive Entwicklung. Einbußen gab es dagegen nur im öffentlichen Tief- und Hochbau (minus 4,1 bzw. minus 3,8 Prozent). Der baugewerbliche Umsatz verbesserte sich gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 10,8 Prozent. Im Hochbau wurde ein kräftiger Anstieg von 25,8 Prozent registriert. Für den Tiefbau errechnete sich ein Umsatzplus von 7,6 Prozent. In der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber verbuchte der gewerbliche Hochbau den größten Zuwachs (plus 20,2 Prozent). Umsatzeinbußen verzeichnete lediglich der gewerbliche Tiefbau (minus 6,9 Prozent). Veränderung gegenüber Juli 2012: Auftragseingänge plus 16,1 Prozent – Umsätze plus 13,5 Prozent Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die bereinigten Auftragseingänge im Baugewerbe kräftig um 16,1 Prozent an. Im Hochbau wuchsen Bestellungen um 10,5 Prozent. Im Tiefbau zog die Nachfrage gegenüber dem Vorjahresergebnis um 22,6 Prozent an. Hier kam es vor allem im gewerblichen Tiefbau zu einem sprunghaften Anstieg (plus 55,7 Prozent). Lediglich im Wohnungsbau waren leichte Auftragsrückgänge zu verzeichnen (minus 1,5 Prozent). Im Vergleich zum Juli 2012 stieg der baugewerbliche Umsatz kalender- und saisonbereinigt um 13,5 Prozent. Vor allem im Hochbau zogen die Umsatzzahlen kräftig an (plus 23,7 Prozent). Im Tiefbau wurden die Umsätze des Vorjahres ebenfalls deutlich übertroffen (plus 8,7 Prozent). Alle Bereiche schnitten besser ab als vor Jahresfrist. Die stärksten Zuwächse verzeichneten der gewerbliche Hochbau (plus 28,6 Prozent) und der öffentliche Hochbau (plus 20,4 Prozent). Veränderung gegenüber dem Zeitraum Januar bis Juli 2012: Auftragseingänge minus 1,5 Prozent – Umsätze plus 2,8 Prozent In den ersten sieben Monaten 2013 sank die Nachfrage nach Bauleistungen im Bauhauptgewerbe kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent. Während im Hochbau ein Minus von 4,2 Prozent registriert wurde, meldete der Tiefbau ein leichtes Plus von 1,2 Prozent. Vor allem der Wohnungsbau blieb (minus 11,8 Prozent) hinter dem Vorjahreszeitraum zurück. Die stärksten Zuwächse gab es im gewerblichen Tiefbau (plus 7,7 Prozent) sowie im öffentlichen Tiefbau (plus 5,6 Prozent). Der bereinigte baugewerbliche Umsatz verbesserte sich von Januar bis Juli 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,8 Prozent. Sowohl der Hochbau (plus 3,6 Prozent) als auch der Tiefbau (plus 2,3 Prozent) verzeichneten Umsatzsteigerungen. Ein kräftiges Plus verbuchte der gewerbliche Tiefbau (plus 10,6 Prozent). Lediglich im Straßenbau waren die Umsätze niedriger als im Vorjahreszeitraum (minus 1,3 Prozent). Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird anhand der endgültigen Ergebnisse für Rheinland-Pfalz die monatliche Entwicklung der nominalen Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes in Form von Veränderungsraten gegenüber dem Vormonat, dem Vorjahresmonat sowie dem Vorjahreszeitraum bereitgestellt. Die Daten stammen aus der Befragung von rund 350 Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten des Bauhauptgewerbes. Die Originalwerte der Auftragseingänge und des baugewerblichen Umsatzes werden von kalendarischen (Arbeitstage, Ferien, u. Ä.), saisonalen und zufälligen Einflüssen überlagert. Deshalb werden zur Beurteilung der Konjunkturentwicklung Zeitreihen herangezogen, die mithilfe des Berliner Verfahrens (BV4.1) bereinigt werden. Die kalender- und saisonbereinigten Werte ergeben sich, indem man die Originalwerte um die geschätzten kalendarischen und saisonalen Einflüsse bereinigt. Die Trend-Konjunktur-Komponente entspricht im Vergleich zu den kalender- und saisonbereinigten Werten den zusätzlich um die Zufallsschwankungen bereinigten Originalwerten. Bei der Einschätzung der Veränderungsraten ist zu beachten, dass die Entwicklung im Bauhauptgewerbe häufig durch Großaufträge geprägt ist.

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Europa)

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