SGD Nord berät Region zu Nationalpark und Infrastrukturverbesserung

Nationalpark Hunsrück – SGD Nord macht Beratungsangebot

Koblenz, 28.09.13. Das Landeskonzept zum Nationalpark im Hunsrück ist übergeben. Für Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, ist dies der Startschuss für die weitere gemeinsame Arbeit mit der Region an diesem Zukunftsprojekt: “Der Nationalpark soll gemeinsam mit den Menschen vor Ort entstehen. In dem Konzept der Landesregierung werden die Schwerpunkte weiterer Handlungsfelder zur zukunftsfähigen Entwicklung der Nationalparkregion beschrieben, an denen sich die SGD Nord aktiv beteiligen wird. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern der Region dabei eine Premiumberatung zu.“ Im Rahmen der Aktion Blau Plus sollen schwerpunktmäßig Maßnahmen der Gewässerrenaturierung in der Nationalparkregion realisiert werden. Diese Maßnahmen sollen nicht nur einem verbesserten Hochwasserrückhalt dienen, sondern auch durch Renaturierungen in Ortslagen zur Dorfentwicklung beitragen. Die Akteure in der Nationalparkregion sollen an der Aufstellung des Konzeptes beteiligt werden. Eine Potenzialstudie wurde bereits von der SGD Nord an ein örtliches Büro beauftragt und wird Ende Oktober vorliegen. Der Wasserzweckverband Kreis Birkenfeld plant eine Überleitung von der Primstalsperre zur Steinbachtalsperre und wird hierzu kurzfristig einen wasserrechtlichen Antrag einreichen. Die SGD Nord wird als zuständige Genehmigungsbehörde das Verfahren zügig durchführen und abschließen. In diesem Zusammenhang regte Dr. Kleemann an, über eine weitere Nutzung der Leitungstrasse für Infrastrukturmaßnahmen (z.B. Breitbandversorgung) nachzudenken: „Mit dieser durch die gesamte Nationalparkregion führenden geplanten Trasse bietet sich eine einmalige Gelegenheit für eine Verbesserung der Versorgungsstruktur, die genutzt werden sollte. Wir stehen der Region dabei gerne beratend zur Verfügung“, so Kleemann. Die Nationalparkregion ist ein Hotspot der biologischen Vielfalt. Natur und Artenschutz haben daher für die SGD Nord als Oberer Naturschutzbehörde eine große Bedeutung. Kleemann „Die Hangbrücher und Offenlandbiotope stellen Schwerpunkte der bisherigen und zukünftigen naturschutzfachlichen Arbeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar. Der Waldumbau im zukünftigen Nationalpark spielt eine große Rolle bei der ökologischen Aufwertung dieser Biotope und dient zudem auch einem verbesserten Hochwasserrückhalt.“ Die SGD Nord wird ferner in der Expertengruppe Modelldörfer mitwirken und dort ihre Erfahrungen aus dem Welterbe Oberes Mittelrheintal einbringen. Kleemann: „Wir wollen einen Beitrag leisten, dass die Region in Zeiten des demographischen Wandels eine Zukunftsperspektive erhält und die gemeinsame Identität und regionale Baukultur bewahren und verbessern kann.“ so Kleemann.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.