Wildobst aus dem Wald bereichert Speisekarte


Forstwirtschaft

Ministerin Höfken in Boppard: „Wildobst zeigt Chancen der Vielfalt“

Boppard, 30.09.13. Er kommt selten vor, wächst unscheinbar am Waldrand und schmeckt nur gekocht – in Boppard stand er am Montag im Mittelpunkt: Der Wildapfel, Baum des Jahres 2013, war Gegenstand einer Exkursion des Forstamts Boppard mit Umweltministerin Ulrike Höfken zum Jubiläum „300 Jahre Nachhaltigkeit“. „Der Wildapfel im Bopparder Stadtwald ist ein gutes Beispiel dafür, wie von nachhaltiger Forstwirtschaft die Artenvielfalt und die Vielfalt auf dem Teller profitieren können“, so Höfken. So bereichere der Anbau von Wildobstarten nicht nur Natur und Landschaft, sondern eröffne auch Chancen für den Tourismus und die Gastronomie: Bei einer Tafelrunde zum Abschluss der Exkursion präsentierten Welterbe-Gastgeber unter dem Motto „Wildobst trifft Kulinarik“ Leckereien aus Waldfrüchten und anderen regionalen Produkten. Im von Naturland zertifizierten Bopparder Stadtwald baut das Forstamt seit zwei Jahrzehnten seltene heimische Wildobstbaumarten an, neben dem Wildapfel auch Speierling, Wildbirne und Elsbeere. Die Früchte, allen voran die der Elsbeere, werden geerntet und der Gastronomie im Welterbe Oberes Mittelrheintal angeboten. Indes profitieren die Waldbesitzer von der Vermarktung der exklusiven Obsthölzer. „Im milden, trockenen Klima des Mittelrheintals gedeihen die Wildobstarten ganz wunderbar“, stellte Ministerin Höfken fest. Sie bedankte sich bei Forstamtsleiter Gerd Loskant für das anhaltende Engagement: „Dies ist ein Beitrag zur Nachhaltigkeit im besten Sinne“, betonte Höfken. Der 300 Jahre alte Begriff sei so modern wie nie: „Spätestens mit der Rio-Konferenz 1992 wurde die Nachhaltigkeit zum Leitbild weltweit. Das heißt, wir wollen die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Bedingungen auf der Erde so entwickeln, dass künftige Generationen darauf aufbauen können“, erklärte Höfken. Im waldreichsten Bundesland Rheinland-Pfalz trage Landesforsten zu diesem Prozess durch konsequent naturnahen Waldbau bei. Höfken: „Die Landesregierung fördert den verantwortungsvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen auch weiterhin.“ Aktuelle Beispiele dafür seien die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes und die geplante Ausweisung eines Nationalparks im Hunsrück.

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