Positives Konjunktursignal: Mehr Aufträge


Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe im August 2013 deutlich gestiegen

Bad Ems, 07.10.13. Die rheinland-pfälzische Industrie erhielt im August 2013 deutlich mehr Aufträge als zuletzt. Das Statistische Landesamt errechnete auf der Basis vorläufiger Werte im Vergleich zum Juli 2013 einen preis-, kalender- und saisonbereinigten Zuwachs um 4,7 Prozent. Gegenüber August 2012 erhöhten sich die Auftragseingänge um 4,2 Prozent. Im gesamten Zeitraum von Januar bis Juli lagen die Auftragseingänge um 2,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Veränderung gegenüber Juli 2013: Plus 4,7 Prozent Im Vergleich zum Vormonat verbesserte sich der Auftragseingang in der rheinland-pfälzischen Industrie im August 2013 um 4,7 Prozent. Zu diesem Anstieg trug die Nachfrage aus dem Inland (plus 6,7 Prozent) stärker bei als die Auslandsnachfrage (plus 3,2 Prozent). Von den Industriehauptgruppen konnten die Investitionsgüterproduzenten mit 7,6 Prozent ein deutliches Plus verzeichnen. Bei den Vorleistungsgüterproduzenten gingen 2,7 Prozent mehr Bestellungen ein. Bei den Konsumgüterproduzenten verringerten sich dagegen die Auftragseingänge um 1,1 Prozent. Die drei großen Branchen des verarbeitenden Gewerbes konnten alle ein Auftragsplus verbuchen. Im Fahrzeugbau zog die Nachfrage mit plus 10,3 Prozent besonders kräftig an. Die chemische Industrie verbuchte ein Plus von 4,3 Prozent und der Maschinenbau ein leichtes Plus von 1,9 Prozent. Veränderung gegenüber August 2012: Plus 4,2 Prozent Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge um 4,2 Prozent. Im Inlandsgeschäft wurde ein kräftiger Anstieg der Bestellungen um 11,7 Prozent registriert. Die Auslandsgeschäfte verliefen im Vergleich zum Vorjahr dagegen schlechter (minus 1 Prozent). Die Investitionsgüterproduzenten erhielten deutlich mehr Aufträge (plus 19,5 Prozent). Bei den Konsumgüterproduzenten ergab sich ein kräftiger Nachfragerückgang (minus 20 Prozent). Die Bestellungen der Vorleistungsgüterproduzenten verringerten sich ebenfalls (minus 2,4 Prozent). Von den drei großen Branchen des Landes meldete der Fahrzeugbau einen besonders kräftigen Anstieg der Bestellungen (plus 39,2 Prozent). Auch im Maschinenbau stieg die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr (plus 2,5 Prozent). In der chemischen Industrie gaben die Bestellungen dagegen nach (minus 4,2 Prozent). Veränderung gegenüber dem Zeitraum Januar bis August 2012: Plus 2,1 Prozent In den ersten acht Monaten 2013 verbesserte sich die Nachfrage in der rheinland-pfälzischen Industrie preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,1 Prozent. Der Nachfrageimpuls kam vor allem aus dem Inland (plus 2,7 Prozent). Die Bestellungen aus dem Ausland stiegen schwächer (plus 1,7 Prozent). Während die Investitionsgüterproduzenten (plus 6,3 Prozent) und die Vorleistungsgüterproduzenten (plus 1,8 Prozent) für den Betrachtungszeitraum eine verbesserte Auftragslage meldeten, ging die Nachfrage nach Konsumgütern kräftig zurück (minus 12,2 Prozent). Von den drei großen Industriebranchen verbuchten der Fahrzeugbau (plus 16,5 Prozent) und die chemische Industrie (plus 4,9 Prozent) jeweils ein deutliches Auftragsplus. Die Aufträge im Maschinenbau sind dagegen niedriger als im Vorjahreszeitraum (minus 2,4 Prozent).

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe stellen auf der Basis der vorläufigen Ergebnisse für das verarbeitende Gewerbe insgesamt, für die wichtigsten Güterhauptgruppen und für die größten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz monatlich die Auftragseingänge (real) und die Produktion (real) in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat bereit. Die Daten stammen aus dem Monatsbericht sowie der monatlichen Produktionserhebung für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu werden regelmäßig rund 1 000 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten befragt. Die Originalwerte der Indizes werden von kalendarischen (Arbeitstage, Ferien, u. Ä.), saisonalen und zufälligen Einflüssen überlagert. Deshalb werden zur Beurteilung der Konjunkturentwicklung Zeitreihen herangezogen, die mithilfe des Berliner Verfahrens (BV4.1) bereinigt werden. Die kalender- und saisonbereinigten Werte ergeben sich, indem man die Originalwerte um die geschätzten kalendarischen und saisonalen Einflüsse bereinigt. Die Trend-Konjunktur-Komponente entspricht im Vergleich zu den kalender- und saisonbereinigten Werten den zusätzlich um die Zufallsschwankungen bereinigten Originalwerten.

Autor: Dr. Ludwig Böckmann (Referat Analysen)

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