Produktion ging leicht zurück


Produktion im verarbeitenden Gewerbe im August 2013 rückläufig

Bad Ems, 08.10.13. Die rheinland-pfälzische Industrie hat im August 2013 weniger produziert als im Vormonat Juli und im August des vergangenen Jahres. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ist die Industrieproduktion preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Juli 2013 um 1,7 Prozent gesunken. Im Vergleich zum August 2012 gab die Industrieproduktion ebenfalls um 1,7 Prozent nach. Von Januar bis August 2013 lag der Güterausstoß um 1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Veränderung gegenüber Juli 2013: Minus 1,7 Prozent Im Vergleich zum Vormonat sank die Produktion in der rheinland-pfälzischen Industrie preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,7 Prozent. In allen drei Industriehauptgruppen wurde weniger produziert. Im Vorleistungsgüterbereich sank der Output um 2,4 Prozent. Für die Investitionsgüterproduzenten wurde ein Rückgang um 1,5 Prozent registriert. Die Konsumgüterhersteller verringerten ihren Ausstoß um 1,2 Prozent. Von den drei großen Industriebranchen konnte nur der Maschinenbau seine Produktion steigern (plus 3,6 Prozent). Die chemische Industrie (minus 5,7 Prozent) und der Fahrzeugbau (minus 3,7 Prozent) verzeichneten jeweils eine niedrigere Produktion als im Vormonat. Veränderung gegenüber August 2012: Minus 1,7 Prozent Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich der bereinigte Output geringfügig um 1,7 Prozent. Lediglich der Güterausstoß der Vorleistungsgüterindustrie legte leicht zu (plus 0,9 Prozent). Kräftige Produktionsrückgänge verzeichneten die Investitionsgüterhersteller (minus 5,8 Prozent) und die Konsumgüterproduzenten (minus 5 Prozent). Von den drei großen Branchen registrierte nur die Chemie einen Outputzuwachs (plus 3,7 Prozent). Im Fahrzeugbau (minus 9,5 Prozent) und im Maschinenbau (minus 2,8 Prozent) wurde die Produktion dagegen im Vorjahresvergleich zurückgefahren. Veränderung gegenüber dem Zeitraum Januar bis August 2012: Minus 1 Prozent In den ersten acht Monaten 2013 sank die Produktion um 1 Prozent. Die Investitionsgüterproduktion (minus 3,2 Prozent) und der Konsumgüterausstoß (minus 2,9 Prozent) waren geringer als im Vorjahreszeitraum. Der Output der Vorleistungsgüterproduzenten stieg leicht an (plus 0,5 Prozent). Unter den drei großen Industriebranchen verzeichnete der Maschinenbau eine stark sinkende Produktion (minus 6,6 Prozent). Der Fahrzeugbau war ebenfalls rückläufig (minus 2,3 Prozent). Dagegen produzierte die chemische Industrie mehr als im Vorjahreszeitraum (plus 3,8 Prozent).

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe stellen auf der Basis der vorläufigen Ergebnisse für das verarbeitende Gewerbe insgesamt, für die wichtigsten Güterhauptgruppen und für die größten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz monatlich die Auftragseingänge (real) und die Produktion (real) in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat bereit. Die Daten stammen aus dem Monatsbericht sowie der monatlichen Produktionserhebung für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu werden regelmäßig rund 1 000 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten befragt. Die Originalwerte der Indizes werden von kalendarischen (Arbeitstage, Ferien, u. Ä.), saisonalen und zufälligen Einflüssen überlagert. Deshalb werden zur Beurteilung der Konjunkturentwicklung Zeitreihen herangezogen, die mithilfe des Berliner Verfahrens (BV4.1) bereinigt werden. Die kalender- und saisonbereinigten Werte ergeben sich, indem man die Originalwerte um die geschätzten kalendarischen und saisonalen Einflüsse bereinigt. Die Trend-Konjunktur-Komponente entspricht im Vergleich zu den kalender- und saisonbereinigten Werten den zusätzlich um die Zufallsschwankungen bereinigten Originalwerten.

Autor: Dr. Ludwig Böckmann (Referat Analysen)

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