Programm „Medienkompetenz macht Schule“ überaus erfolgreich


Schule / Medienkompetenzbildung

Dreyer / Ahnen: Medienkompetenz gezielt weiter stärken

Mainz, 08.10.13. Solide Kenntnisse auf dem Feld der modernen Informationstechnologien sind heute unverzichtbar. Auf dieser Erkenntnis aufbauend hat das Zehn-Punkte-Programm der Landesregierung „Medienkompetenz macht Schule“ in den vergangenen fünf Jahren dafür gesorgt, dass nicht nur die informationstechnische Ausstattung der Schulen im Land massiv verbessert wurde, sondern auch dafür, dass Zehntausende von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Eltern sowie viele Schulleitungsmitglieder ihre Kompetenzen in Bezug auf digitale Medien und das Internet ausbauen konnten. Eine Fünf-Jahres-Bilanz des 2007 gestarteten Programms ist jetzt vom Kabinett zustimmend zur Kenntnis genommen worden. Bildungsministerin Doris Ahnen unterstrich: „Mit diesem Programm hat Rheinland-Pfalz einen bundesweit beachteten Akzent in der Medienbildung gesetzt. Es trägt entscheidend dazu bei, dass junge Menschen während ihres Schulbesuches die neuen Chancen durch moderne Informationstechnologien nutzen können, dass sie aber auch die damit verbundenen Risiken erkennen und realistisch einschätzen lernen.“ „Medienkompetenz ist eine zentrale Kulturtechnik für alle geworden und zugleich ein Schlüssel für einen erfolgreichen Weg in Beruf und Studium. Gemeinsam mit vielen Partnern wird die Landesregierung hier auch weiterhin aktiv bleiben“, ergänzte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Im Regierungsentwurf des Doppelhaushalts sind für 2014 und 2015 im Etat des Bildungsministeriums für das Programm „Medienkompetenz macht Schule“ 2,9 Millionen Euro veranschlagt. Damit wird die Ausstattung der Schulen weiter verbessert und werden weitere Bildungsangebote finanziert. Ein bereits eingeleiteter weiterer Schritt ist beispielsweise die Einführung des „Medienkompasses“ als Qualifikationsnachweis in allen Schulen. Fast 10.000 Notebooks und weit mehr als 1.200 interaktive Whiteboards haben die Ausstattung in mittlerweile 472 Schulen landesweit entscheidend verbessert. Die speziell im Land entwickelte Internetplattform „Lernenonline“ kann von allen rheinland-pfälzischen Schulen für das digitale Lernen und Lehren kostenfrei genutzt werden. Mehr als 51.000 mal haben Lehrkräfte seit dem Start des Programms an Fortbildungsveranstaltungen zur Nutzung digitaler Medien im Unterricht teilgenommen. Rund 2.100 Lehrkräfte wurden für die Aufgabe als Jugendmedienschutzberater oder Jugendmedienschutzberaterin qualifiziert, und mehr als 1.300 Schülerinnen und Schüler wurden zu Medienscouts ausgebildet, die Mitschülerinnen und Mitschülern vor allem sichere Wege durchs Internet zeigen. Medienbildung ist seit 2005 für alle Lehramtsstudierenden verbindlicher Teil ihrer Ausbildung. In mehr als 700 Informationsveranstaltungen, die vom Pädagogischen Landesinstitut organisiert wurden, erhielten etwa 27.000 interessierte Eltern breit gefächerte Informationen – vom Umgang mit Verträgen für Handys und Smartphones über Tipps zur Förderung einer verantwortungsvollen Computer- und Internetnutzung durch ihre Kinder bis hin zu Datenschutzfragen. Ein umfassendes Nachschlagewerk mit dem Titel „Schule.Medien.Recht“ bietet allen mit Schule Befassten – auch Elternvertretungen und Schulaufsicht – detaillierte Informationen zu relevanten Fragen beim Umgang mit modernen Medien. Wesentliches Merkmal für das Landesprogramm sind zudem die zahlreichen Kooperationen mit verschiedensten Partnern auf dem Feld der Medienbildung. Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hat in mehr als 1.000 Workshops rund 30.000 Schülerinnen und Schülern Informationen zum Datenschutz im Internet aus erster Hand vermittelt. In über 500 Schülerworkshops der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz wurden mehr als 32.000 Schülerinnen und Schüler unter anderem über Kostenfallen im Internet informiert. Der SWR, die vier großen Tageszeitungen im Land, die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) und ihre Gesellschaft „medien+bildung.com“, die EU-Initiative „klicksafe.de“, die in Mainz ansässige bundesweite Zentralstelle jugendschutz.net, die Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI), aber auch Unternehmen aus dem Computerbereich setzen in vielen Kooperationsprojekten weitere Akzente in der Medienbildung.

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