GEW begrüßt Vergleichsstudie und fordert auf Einschnitte im Bildungsetat zu verzichten


IQB-Ländervergleich: GEW fordert von der Landesregierung, auf finanzielle Einschnitte bei der Bildung zu verzichten

Mainz, 12.10.13. „Rheinland-Pfalz ist bei der Aufarbeitung der vorhandenen Defizite nach dem PISA-Schock, auf einem guten Weg“, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Klaus- Peter Hammer, zu der der Öffentlichkeit vorgestellten IQB-Ländervergleichsstudie über mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen am Ende der Sekundarstufe I. Hammer betonte, dass das Augenmerk des Bildungsministeriums auf die Entwicklung der Qualität in den naturwissenschaftlichen Fächern richtig und konsequent gewesen sei. Das gute Abschneiden sei umso bemerkenswerter, als Rheinland-Pfalz auf zentrale Abschlussprüfungen verzichte und damit beweise, dass auch ohne solche fragwürdigen formalen Kriterien hervorragende Arbeit an den Schulen möglich ist. Dennoch hält der GEW-Landesvorsitzende weitere Anstrengungen und Verbesserungen für dringend erforderlich, da auch diese Studie „bei aller positiver Entwicklung“ erneut Defizite aufzeige. So würden auch hier soziale Unterschiede innerhalb des Leistungsgefüges und Abweichungen bei den Geschlechtern sichtbar. Rheinland-Pfalz habe nach den PISA-Studien den Bildungshaushalt finanziell gestärkt und dadurch eine richtige Weichenstellung vorgenommen. Deshalb warne die GEW die Landesregierung eindringlich davor, die für die kommenden Jahre angekündigten Einschnitte bei der Bildung umzusetzen. „Wir fordern, keinen Stellenabbau bei den Lehrkräften vorzunehmen, sondern das gesamte pädagogische Personal in den Schulen zu belassen und so flächendeckend für die Stärkung der individuellen Förderung und für gute Lernbedingungen zu sorgen“, sagte Hammer. „Wer glaubt, trotz Einsparungen bei der Bildung auch in Zukunft die Standards halten oder gar Fortschritte erzielen zu können, ist auf dem Holzweg und darf sich nicht wundern, in Zukunft dafür verantwortlich gemacht zu werden, nach zunächst gutem Beginn für wieder auftretende Rückschritte verantwortlich gemacht zu werden.“

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