Wohnungen in Ballungsräumen werden immer teurer


Aktuelle Entwicklungen auf dem rheinland-pfälzischen Wohnungsmarkt: Differenzierung zu regionalen und lokalen Teilmärkten

Mainz, 18.10.13. Die Wohnungsmärkte in Rheinland-Pfalz entwickeln sich immer stärker zu regionalen und lokalen Teilmärkten, deren Unterschiede sich in Angebot und Nachfrage verstärken. Insbesondere in den Ober- und Mittelzentren in Rheinhessen, der Rheinpfalz sowie in der Region Trier wird die Wohnungsnachfrage bis 2030 weiter steigen. Dies belegen verschiedene Analysen und Untersuchungen, die in der von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) in Kooperation mit dem Bauforum herausgegebenen aktuellen Broschüre „Wohnungsmarktbeobachtung Rheinland-Pfalz 2013“ zusammengefasst sind.

Treiber für die anziehende Nachfrage sind insbesondere Wanderungsbewegungen vom ländlichen Raum in die Städte, hohe Mobilitätskosten, immer kleinere Haushaltsgrößen und letztlich bedarfsgerecht ausgestattete Wohnungen für die sich in ihrer demografischen Zusammensetzung stark verändernde Gesellschaft. In den prosperierenden Regionen haben sich in den vergangenen Jahren die Mietwohnungsmärkte vor allem im niedrig- und mittelpreisigen Mehrfamilienhausbereich erkennbar angespannt: Dort, wo die Wohnungsmieten ohnehin schon hoch sind, werden sie weiter besonders kräftig ansteigen. In Rheinland-Pfalz betrifft dies in erster Linie die
Universitätsstädte Mainz, Koblenz, Kaiserslautern und Trier, die als Wirtschaftszentren der Region in den letzten Jahren verstärkt Zuzüge registrieren konnten.

Qualitativ ansprechenden und bezahlbaren Wohnraum für das Breitensegment bereitzustellen sind die zukünftigen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat das Land Rheinland-Pfalz zum 1. Juli 2013 gemeinsam mit der ISB die Förderung von Mietwohnraum neu ausgerichtet. Bis Ende 2015 sollen für die Neuschaffung und Modernisierung von etwa 2.000 Mietwohnungen Darlehen über insgesamt 135 Millionen Euro gewährt werden. Preisgünstige Wohnungen entstehen nicht alleine durch Neubau – daneben werden der Umbau bzw. die Umwandlung, der Ausbau, Erweiterungsmaßnahmen sowie die Modernisierung gefördert. Immer weiter an Bedeutung gewinnt auch barrierefreier Wohnraum: Bis zum Jahr 2030 wird in fast jedem zweiten Haushalt in Rheinland-Pfalz ein Haushaltsmitglied im Alter von über 60 Jahren leben.

Weitere Erkenntnisse liefert die aktuelle Publikation, die zum Download unter www.isb.rlp.de zur Verfügung steht.

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