Baukonjunktur besser als im Vorjahr


Bauhauptgewerbe im August 2013: Aufträge und Umsätze gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen

Bad Ems, 22.10.13. Die Auftragseingänge im rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbe sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes im August 2013 gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt nahezu unverändert geblieben (plus 0,1 Prozent). Der baugewerbliche Umsatz verschlechterte sich im Vergleich zum Juli um 5,5 Prozent. Dagegen zogen die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,7 Prozent an. Die Umsätze waren um 8,5 Prozent höher als im August 2012. Veränderung gegenüber Juli 2013: Auftragseingänge plus 0,1 Prozent – Umsätze minus 5,5 Prozent Im Vormonatsvergleich stagnierte die Nachfrage nach Bauleistungen kalender- und saisonbereinigt (plus 0,1 Prozent). Während im Hochbau ein Rückgang beobachtet wurde (minus 4,6 Prozent), waren im Tiefbau Zuwächse bei den Auftragseingängen zu verzeichnen (plus 4,5 Prozent). Vor allem im öffentlichen Hochbau (plus 19,8 Prozent) sowie im Straßenbau (plus 13,7 Prozent) zeigte sich eine positive Entwicklung. Einbußen gab es dagegen im gewerblichen Hoch- und Tiefbau (minus 19,2 bzw. minus 12,7 Prozent). Der baugewerbliche Umsatz verschlechterte sich gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 5,5 Prozent. Im Hochbau wurde ein kräftiger Rückgang von 14,6 Prozent registriert. Für den Tiefbau errechnete sich ein Umsatzminus von 5,1 Prozent. In der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber verbuchte lediglich der öffentliche Hochbau einen Zuwachs (plus 2,8 Prozent). Umsatzeinbußen verzeichneten insbesondere der gewerbliche Hochbau (minus 11,1 Prozent) sowie der öffentliche Tiefbau (minus 9,1 Prozent). Veränderung gegenüber August 2012: Auftragseingänge plus 17,7 Prozent – Umsätze plus 8,5 Prozent Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die bereinigten Auftragseingänge im Baugewerbe kräftig gestiegen (plus 17,7 Prozent). Im Hochbau erhöhten sich die Bestellungen um 8,4 Prozent. Im Tiefbau zog die Nachfrage gegenüber dem Vorjahresergebnis um 27,2 Prozent an. Im Straßenbau (plus 43,8 Prozent) sowie im öffentlichen Hochbau (plus 31 Prozent) kam es zu kräftigen Anstiegen. Lediglich im gewerblichen Hochbau waren Auftragsrückgänge zu verzeichnen (minus 3,7 Prozent). Im Vergleich zum August 2012 stieg der baugewerbliche Umsatz kalender- und saisonbereinigt um 8,5 Prozent. Sowohl im Hochbau (plus 7,5 Prozent) als auch im Tiefbau (plus 6,2 Prozent) wurden die Umsätze des Vorjahres übertroffen. Den stärksten Zuwachs verzeichnete der öffentliche Hochbau (plus 32,6 Prozent). Dagegen kann es im gewerblichen Tiefbau (minus 4,4 Prozent) sowie im Wohnungsbau (minus 2,5 Prozent) zu Umsatzeinbußen. Veränderung gegenüber dem Zeitraum Januar bis August 2012: Auftragseingänge plus 1 Prozent – Umsätze plus 3,4 Prozent In den ersten acht Monaten 2013 stieg die Nachfrage nach Bauleistungen im Bauhauptgewerbe kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 Prozent. Während im Hochbau ein Minus von 2,6 Prozent registriert wurde, meldete der Tiefbau ein Plus von 4,6 Prozent. In der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber blieb vor allem der Wohnungsbau hinter dem Vorjahreszeitraum zurück (minus 9 Prozent). Die stärksten Zuwächse gab es im gewerblichen Tiefbau (plus 8,4 Prozent) sowie im öffentlichen Hoch- und Tiefbau (jeweils plus 6,6 Prozent). Der bereinigte baugewerbliche Umsatz verbesserte sich von Januar bis August 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent. Sowohl der Hochbau (plus 4,1 Prozent) als auch der Tiefbau (plus 2,7 Prozent) verzeichneten Umsatzsteigerungen. Der gewerbliche Tiefbau (plus 7,6 Prozent) sowie der öffentliche Hochbau (plus 7,2 Prozent) verbuchten ein deutliches Plus. Im Straßenbau (plus 0,4 Prozent) sowie im Wohnungsbau (plus 0,2 Prozent) waren die Umsätze nur geringfügig höher als im Vorjahreszeitraum. Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird anhand der endgültigen Ergebnisse für Rheinland-Pfalz die monatliche Entwicklung der nominalen Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes in Form von Veränderungsraten gegenüber dem Vormonat, dem Vorjahresmonat sowie dem Vorjahreszeitraum bereitgestellt.

Die Daten stammen aus der Befragung von rund 350 Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten des Bauhauptgewerbes. Die Originalwerte der Auftragseingänge und des baugewerblichen Umsatzes werden von kalendarischen (Arbeitstage, Ferien, u. Ä.), saisonalen und zufälligen Einflüssen überlagert. Deshalb werden zur Beurteilung der Konjunkturentwicklung Zeitreihen herangezogen, die mithilfe des Berliner Verfahrens (BV4.1) bereinigt werden. Die kalender- und saisonbereinigten Werte ergeben sich, indem man die Originalwerte um die geschätzten kalendarischen und saisonalen Einflüsse bereinigt. Die Trend-Konjunktur-Komponente entspricht im Vergleich zu den kalender- und saisonbereinigten Werten den zusätzlich um die Zufallsschwankungen bereinigten Originalwerten. Bei der Einschätzung der Veränderungsraten ist zu beachten, dass die Entwicklung im Bauhauptgewerbe häufig durch Großaufträge geprägt ist.

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Europa)

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