Hochwasserpartnerschaft „Dreiländermosel“ komplettiert Hochwasserpartnerschaften im Moseltal


Hochwasserschutz

Höfken: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit an der Mosel wird ausgebaut

Trier, 23.10.13. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Hochwasserschutz an der Mosel wird ausgebaut: Am Mittwoch wurde in Trier die Hochwasserpartnerschaft „Dreiländermosel“ besiegelt, damit arbeiten erstmals Kommunen aus drei Ländern und zwei Bundesländern bei der Hochwasservorsorge direkt zusammen. „Hochwasser macht an den Grenzen nicht Halt, deshalb müssen wir uns gemeinsam wappnen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken, die zusammen mit Minister Jean-Marie Halsdorf (Luxemburg), Staatssekretär Roland Krämer (Saarland) und dem stellvertretenden Direktor der Umweltverwaltung, Guy Lavergne (Lothringen), an der Feierstunde teilnahm. Nach den Hochwasserpartnerschaften „Mittelmosel“ und „Terrassenmosel“, die 2012 gegründet wurden, habe die Hochwasserpartnerschaft „Dreiländermosel“ bereits mit der Arbeit begonnen. „Das nächste Hochwasser kommt bestimmt und in Zeiten des Klimawandels müssen wir mit verschärften Situationen rechnen – dies haben uns die katastrophalen Hochwasser an Elbe und Donau im Juni vor Augen geführt“, so Höfken. Die Mosel zähle zu den Einzugsgebieten mit dem größten Hochwasserrisiko in Rheinland-Pfalz. Ziel der neuen Hochwasserpartnerschaft „Dreiländermosel“ sei es deshalb, gemeinsam Vorsorgemaßnahmen zu entwickeln. Sie deckt den Flussabschnitt zwischen dem französischen Hunting und dem rheinland-pfälzischen Konz ab. Beteiligt sind insgesamt 20 französische, luxemburgische und deutsche Gemeinden, aus Rheinland-Pfalz sind die Verbandsgemeinden Saarburg, Konz und Trier-Land sowie die Kreisverwaltung Trier-Saarburg vertreten. Die regionale Federführung hat der Bürgermeister von Remich (Luxemburg), Henri Kox, übernommen. Rheinland-Pfalz koordiniert die mitarbeitenden Wasserwirtschaftsverwaltungen. Im vergangenen Jahr wurde die Zusammenarbeit vereinbart, seither haben bereits zwei Workshops zum Thema „Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz“ stattgefunden. Auf dem Programm für die Zukunft steht der Austausch beim Thema „Hochwasserangepasstes Bauen“ sowie die Information der Bevölkerung. In den vergangenen 20 Jahren habe das Land Rheinland-Pfalz bereits rund 900 Millionen in den Hochwasserschutz investiert. Hochwasserschutz bleibe ein Schwerpunkt der Landesregierung, betonte Höfken. „Aber mit Geld und Investitionen allein können wir Hochwasserschäden nicht verhindern“, stellte die Ministerin fest. Insbesondere an der Mosel, wo keine durchgängigen Deiche gebaut werden können, müssten die Menschen mit dem Hochwasser leben. Veranlasst durch die EU habe die Landesregierung ein so genanntes Hochwasserrisikomanagement in Gang gesetzt. Die Hochwasserpartnerschaften, von denen es in Rheinland-Pfalz bereits rund 20 gibt, seien in diesem Prozess ein wichtiges Instrument.

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