Neue START-Stipendien für SchülerInnen mit Migrationshintergrund


Kompetenzen vermitteln und Verantwortung stärken: START-Programm nimmt in Rheinland-Pfalz 12 neue Stipendiatinnen und Stipendiaten auf

Mainz, 24.10.13. Ob als Schulsanitäter, Sport-Übungsleiter oder durch ehrenamtliche Tätigkeit für eine Hilfsorganisation – gesellschaftliches Engagement steht bei ihnen ganz oben. Aus diesem Grund werden heute zwölf Jugendliche aus Rheinland-Pfalz offiziell in das START-Stipendienprogramm für engagierte und leistungsorientierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund aufgenommen. START unterstützt die Stipendiatinnen und Sti- pendiaten ab der 9. bzw. 10. Klasse auf ihrem Weg zum Abitur – mit einer materiellen und ei- ner intensiven ideellen Förderung. Das START-Programm wird in Rheinland-Pfalz aktuell von der START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz sowie unter anderem folgenden weiteren Förderern unterstützt: BASF SE, Nikolaus Koch Stiftung, WHU – Otto Beisheim School of Management, Zonta Club Koblenz Rhein-Mosel. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhielten ihre Aufnahmeurkunden gestern aus den Händen von Hans Beckmann, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz. „Erfreulicherweise hat auch die jüngste Ländervergleichsstudie zu den bundesweit geltenden Bildungsstandards wieder bescheinigt, dass in Rheinland-Pfalz Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund gut gefördert werden und auch vergleichsweise gute schulische Leistungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächerbereich erzielen können. Dennoch gilt der bundesweite Befund auch hierzulande, dass diese Schülergruppe weiter verstärkt unterstützt werden muss. Neben Förderangeboten, die es ja schon in vielfältiger Form gibt und weiter geben wird, sind für diesen Prozess Vorbilder aus dem direkten Umfeld – also aus der Schule – sehr wichtig. Hierbei leistet das START-Stipendienprogramm seit Jahren einen wichtigen Beitrag“, betont Bildungsstaats- sekretär Beckmann anlässlich der Feier im Plenarsaal des rheinland-pfälzischen Landtags. Robert Hasse, Geschäftsführer der START-Stiftung gGmbH, ergänzt: „Die Jugendlichen, die bereits als Zugangsvoraussetzung für das Stipendium gesellschaftliches Engagement mitbringen, entwickeln ihre Persönlichkeit sowie ihre Kompetenzen in einem vielfältigen Bildungsprogramm weiter und übernehmen in eigenen Projekten Verantwortung. Sie wachsen in ihre Rolle als Mitgestalter unserer Gesellschaft hinein und sind so Vorbilder für andere Jugendliche.“ Die Umsetzung des START-Programms ist maßgeblich von dem Engagement der weiteren Projektpartner abhängig, die finanzielle und auch ideelle Unterstützung leisten. Was START so förderungswürdig macht, erläutert der Zonta Club Koblenz Rhein-Mosel stellvertretend für die weiteren Förderer in Rheinland-Pfalz: „Wir unterstützen START, weil wir sicher sind, dass die geförderten jungen Leute später auch wiederum anderen Menschen helfen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten weitergeben und so nachhaltig gewinnbringend für das Leben in unserer Gesellschaft sein werden.“ Die Schülerinnen und Schüler erhalten bis zum Erreichen des Abiturs eine materielle Unterstützung in Form von monatlich 100 Euro Bildungsgeld und einen Laptop mit Drucker. Einen großen Stellen- wert nimmt die ideelle Förderung ein: verpflichtende Bildungsseminare aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Demokratie, Medien- und interkulturelle Kompetenz, Präsentationstechniken sowie frei wählbare Seminare mit künstlerischem, sozial- und naturwissenschaftlichem, wirtschaftlichem und sportlichem Schwerpunkt, Ferienakademien und ein jährlicher START-SommerCampUs. Diese Angebote sollen sowohl ergänzend zur Schulbildung wirken als auch die Persönlichkeitsbildung positiv beeinflussen. Zusätzlich werden Besuche von Kulturveranstaltungen, Exkursionen in Unternehmen, Vereine, öffentliche Einrichtungen, Arbeitsgemeinschaften sowie Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung organisiert. Der neue START-Stipendiatenjahrgang 2013/2014 in Rheinland-Pfalz Bei den Neustipendiaten handelt es sich um sieben Mädchen und fünf Jungen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren. Ihre Herkunftsländer sind: Irak, Kongo, Kroatien, Libanon, Pakistan, Polen, Russland, Syrien, Tunesien, Türkei und Vietnam. Sie wohnen aktuell in Erpel, Frankenthal, Höhr-Grenzhausen, Landau, Ludwigshafen am Rhein, Mainz, Rhens, Schönbach, Weißenthurm, Wirges und Wörth. Die jetzt aufgenommenen Schülerinnen und Schüler bilden den achten Stipendiatenjahrgang in Rheinland-Pfalz. Insgesamt befinden sich hier momentan 39 Jugendliche in der START-Förderung. Das Ziel, das Abitur, haben in diesem Jahr zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten erreicht. Mit ihnen zählt Rheinland-Pfalz bereits 45 START-Abiturienten, die weiterhin bei den START-Alumni intensiv vernetzt sind.

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