Landesstraßennetz hat sich verbessert


Infrastruktur

Lewentz: Landesstraßen in ordentlichem Zustand

Mainz, 25.10.13. „Das Netz der Landesstraßen in Rheinland-Pfalz ist in einem insgesamt verkehrssicheren, leistungsfähigen und damit ordentlichen Zustand.“ Dieses Fazit zieht Infrastrukturminister Roger Lewentz aus der im Jahr 2012 durchgeführten messtechnischen Erfassung des Landesstraßennetzes in Rheinland-Pfalz. Das Landesstraßennetz wird in fünfjährigem Turnus messtechnisch erfasst. Dabei werden alle Landesstraßen mit speziellen Fahrzeugen abgefahren, die mit einer Reihe von Messgeräten die Oberfläche der Fahrbahnen abtasten. Schäden an den Fahrbahnen, wie beispielsweise Risse, Flickstellen und Spurrinnen werden dabei in Messprotokollen aufgezeichnet. Zugleich werden die Fahrbahnen fotografisch erfasst. Der Zustand der erfassten Straßenabschnitte werde für jeden Abschnitt durch Noten ausgedrückt, die von 1,0 für fehlerfreie Straßen bis 5,0 für sanierungsbedürftige Straßen reichen. Das angewendete Verfahren werde auch in anderen Bundesländern sowie für die Erfassung des Zustands der Bundesstraßen eingesetzt, erläuterte Minister Lewentz. Die Auswertung der Messabschnitte zeige, dass der Anteil der grundsätzlich sanierungsbedürftigen Straßenabschnitte gegenüber der letzten Zustandserfassung 2007 leicht zurückgegangen sei. Zugleich sei der Anteil der Straßenabschnitte im Bereich der Zustandsnoten zwischen 1,0 und < 3,5 – also der guten Straßenabschnitte – angestiegen. „Die Messergebnisse widersprechen insoweit den in der letzten Zeit immer wieder vorgebrachten Unkenrufen, das Straßennetz in Rheinland-Pfalz sei von rapidem Verfall bedroht“, so Minister Lewentz. Sicherlich sei es wünschenswert, den Zustand des Landesstraßennetzes weiter zu verbessern, so Lewentz weiter. Durch mit Zustimmung aller Parteien in die Landesverfassung aufgenommene Schuldenbremse ergäben sich aber Beschränkungen für alle Bereiche der Landesverwaltung, von denen auch der Landestraßenbau nicht ausgenommen werden könne. Wenn Mittel für den Straßenbau nicht unbeschränkt zur Verfügung stünden, komme es auf einen effizienten Mitteleinsatz an, erläuterte Lewentz. Zur Verbesserung der Zustandswerte bei den Fahrbahnen habe insbesondere auch der in der zurückliegenden Investitionsperiode gewählte Mix von tiefergehenden und damit teureren Erhaltungsmaßnahmen und kostengünstigeren Maßnahmen an den Oberflächen beigetragen. Zu letzteren zähle beispielsweise die Fahrbahnsanierung mit Kleinfertigern, die in den letzten Jahren intensiviert worden sei, um insbesondere schwächer belastete Landesstraßen im ländlichen Raum instand zu setzen. Das Ergebnis der Zustandserfassung 2012 mache nun deutlich, dass die Erhaltungskonzeption des LBM für die Landesstraßen in der zurückliegenden Investitionsperiode aufgegangen sei. „Die Mitarbeiter des Landesbetriebs Mobilität haben hier einen sehr guten Job gemacht“ lobte Minister Lewentz. Aus der Erfassung des rund 7200 Kilometer langen Landesstraßennetzes, die bei freien Strecken in 100 Meter langen, in Ortsdurchfahrten in 20 Meter langen Abschnitten erfolgte, haben sich rund 137.000 einzelne Messabschnitte ergeben; für jeden Messabschnitt liegen dabei Daten zu mehreren Zustandsmerkmalen vor. Da die gewonnenen Daten für den Nicht-Fachmann kaum verständlich sind, mussten diese zunächst in grafische Darstellungen übersetzt werden. Die Daten würden derzeit so aufbereitet, dass sie demnächst im Internet-Auftritt des Infrastrukturministeriums veröffentlich werden können. Dann könnten sich alle Interessierten selbst ein Bild über den Zustand des Landesstraßennetzes in Rheinland-Pfalz machen, so Lewentz.

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