Schulpräventionswoche: Sexuell übertragbare Krankheiten


Dritte landesweite Präventionswoche in Schulen

Aufklärung über HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen bleibt wichtig

Mainz, 31.10.13. Zu einem gesunden Aufwachsen gehört auch die sexuelle Gesundheit. Im Rahmen einer Schulpräventionswoche sollen Jugendliche und junge Erwachsene für dieses wichtige Thema sensibilisiert werden und Informationen darüber erhalten, wie man sexuell gesund bleibt und Infektionen vermeidet. Von 04. bis 08. November 2013 finden daher an weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz Aufklärungsaktionen zum Thema HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen statt. So etwa in Neuwied, wo das Gesundheitsamt sexualpädagogische Projekte an zwei Schulen durchführen wird. Die AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau informiert Auszubildende der Daimler AG im Mercedes-Benz Werk Wörth. Die Aidshilfen Koblenz, Trier und Kaiserslautern bieten Präventionsveranstaltungen, Mitmachaktionen und Infostände in verschiedenen Schulen an. Die Aidshilfe Mainz wird im Anschluss eine ganze Woche lang vom 18. bis 22. November Präventionsveranstaltungen an der Berufsbildenden Schule Ingelheim durchführen. Initiiert wurde die dritte Schulpräventionswoche von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, der AIDS-Hilfe Rheinland-Pfalz sowie den Gesundheitsämtern. In Rheinland-Pfalz wird schon seit vielen Jahren gute Präventionsarbeit zu HIV und AIDS in Schulen durchgeführt. Dennoch stagniert die Zahl der HIV-Infektionen. Die Zahlen anderer sexuell übertragbarer Infektionen (STI) wie Syphilis, Tripper und Clamydien steigen sogar wieder an. Diese Infektionen sind leichter und auch auf anderen Wegen als HIV übertragbar, z.B. durch Schmierinfektionen, Küssen oder Oralsex, so dass Kondome nur bedingt schützen. Zudem können sie das Risiko einer nachfolgenden HIV-Infektion steigern. Eine frühzeitige Aufklärung Jugendlicher über die verschiedenen sexuellen Ansteckungsgefahren bleibt daher nach wie vor erforderlich. „Während der Präventionswoche gibt es für Schülerinnen und Schüler zahlreiche Möglichkeiten, die Angebote der Aidsberatungsstellen der Gesundheitsämter und der AIDS-Hilfen vor Ort kennen zu lernen und sich mit dem Thema der sexuell übertragbaren Infektionen auseinander zu setzen“, erklärt Jupp Arldt, Geschäftsführer der LZG. „Zukunftsorientierte AIDS-/STI-Prävention braucht die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen. Ihr Ziel ist es, Menschen in ihrer Eigenverantwortung zu unterstützen und die Solidarität mit Betroffenen zu stärken“, so Arldt. Die Präventionswoche, in der die AIDS-/STI-Beratungsstellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und die AIDS-Hilfen kooperieren, bietet eine gute Vorbereitung auf den nächsten Welt-AIDS-Tag, der am 01. Dezember begangen wird.

Weitere Informationen und eine Liste der Veranstaltungen während der Schulpräventionswoche ist auf der Homepage der LZG unter www.lzg-rlp.de zu finden.

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