Erfolgreiche Katastrophenschutzübung bei Tierseuchen


Tierseuchenübung

Griese/ Raab: „Die Krisensysteme in Rheinland-Pfalz greifen“

Koblenz, 08.11.13. Wenn die Maul- und Klauenseuche ausbricht, muss schnell gehandelt werden, denn sie verbreitet sich rasend schnell. Um im Ernstfall gerüstet zu sein, haben diese Woche rund 500 Einsatzkräfte in sechs Regionen des Landes die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Viruserkrankung geprobt. „Die Großübung ist hervorragend abgelaufen. Es hat sich gezeigt, dass die in den vergangenen Jahren in Rheinland-Pfalz aufgebauten Krisensysteme greifen“, sagte Landwirtschaftsstaatssekretär Thomas Griese am Freitag bei der abschließenden Zentralveranstaltung in Koblenz. Gemeinsam mit Innenstaatssekretärin Heike Raab bedankte er sich bei den Einsatzkräften der beteiligten Kreisverwaltungen, des Katastrophenschutzes, der Feuerwehren und insbesondere bei den Landwirten, die die Übung auf ihren Höfen ermöglicht hatten. „Das dokumentiert erneut die enge Zusammenarbeit aller Gefahrenabwehrbehörden in Rheinland-Pfalz“, sagte Raab. Zwar sei die Maul- und Klauenseuche (MKS) in Rheinland-Pfalz zum letzten Mal 1974 ausgebrochen, aber aktuell stehe sie wieder vor den Toren der Europäischen Union: „Die Gefahr einer Einschleppung ist beträchtlich, zumal der Viehhandel globale Ausmaße erreicht hat“, so Griese. Für den Menschen ungefährlich, sei die MKS eine der am meisten gefürchteten Tierseuchen und bedrohe Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen. Ein Ausbruch würde hohe wirtschaftliche Einbußen zur Folge haben, nicht nur in der Landwirtschaft, sondern zum Beispiel auch im Tourismus, der durch die notwendigen Sperrmaßnahmen zum Erliegen kommen würde. Innenstaatssekretärin Heike Raab betonte: „Im Ernstfall ist auch bei Tierseuchen eine schnelle Reaktion nur dann möglich, wenn alle Behörden eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Das gilt vor allem für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie die Amtstierärzte.“ Daher sei die Übung ein wichtiger Apekt und werde in Rheinland-Pfalz regelmäßig mit gutem Erfolg abgehalten. „Solche Szenarien erleichtern im Ernstfall die nötige reibungslose Zusammenarbeit“, sagte Raab. Bei der praktischen Übung am Montag und Dienstag wurde auf 13 landwirtschaftlichen Betrieben in den Regionen Eifel, Koblenz-West, Westerwald-Taunus, Vorderpfalz, Rheinhessen und Westpfalz ein MKS-Ausbruch simuliert. Die Einsatzkräfte übten, wie Höfe unter Quarantäne gestellt, ganze Gebiete abgeriegelt und Tierbestände aufs Keulen vorbereitet werden. Beteiligt waren auch zwei Molkereien, die Tierkörperbeseitigungsanstalt, die Bundeswehr sowie die US-Army. Ähnliche, von der EU vorgegebene Großübungen hatten bereits in den Jahren 2008 und 2010 stattgefunden.

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