Mit „Smart Grids“ zu intelligenten Netzen und virtuellen Kraftwerken


Mit „Smart Grids“ in die Zukunft – Land startet Initiative

Mainz, 08.11.13. Die Versorgung mit erneuerbaren Energien muss mit der intelligenten Steuerung von Energieerzeugung und -verbrauch gekoppelt sein, damit Netz- und Versorgungssicherheit gewährleistet sind. Erneuerbare Energien aus Wind und Sonne sind auf dem Weg, die tragenden Säulen unserer Versorgung mit elektrischem Strom zu werden. „Smart Grids“ und „Smart Markets“ stehen für technische und marktgestützte Anpassung der Energie-Nachfrage an die Energie-Erzeugung. In Zeiten, in denen wenig Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird, soll die Nachfrage sinken. Steht reichlich Strom zur Verfügung, soll mehr Strom nachgefragt werden. Mit der neu gegründeten „Zukunftsinitiative Smart Grids Rheinland-Pfalz“ will die Landesregierung die Möglichkeiten innovativer Systemlösungen und Dienstleistungen in den Blick rücken. Auftakt bilden zwei Veranstaltungen zu den Einsatzmöglichkeiten intelligenter Netze in Kommunen und Unternehmen. „Die intelligente Steuerung von Energieerzeugung und -verbrauch leistet nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur Netz- und Versorgungssicherheit, sondern bietet für Unternehmen und Kommunen auch vielfältige Handlungsmöglichkeiten mit konkreten ökonomischen Vorteilen“, betont Wirtschaftsministerin Eveline Lemke. „Die „Zukunftsinitiative Smart Grids Rheinland-Pfalz“ bietet Erstinformationen zu den Nutzungsmöglichkeiten intelligenter Netztechnik, zur Verbrauchssteuerung, zur wirtschaftlichen Nutzung von Flexibilitäten im Energieverbrauch sowie zur Einbindung von Eigenstromerzeugungsanlagen und innovativer Energiespeicherlösungen in virtuellen Kraftwerken.“ „Der Aufbau einer nachhaltigen, effizienten und regenerativen Energieversorgung ist ein alternativloser Weg für die Zukunft unseres Landes. Intelligente Netze und Virtuelle Kraftwerke schaffen hierzu eine wichtige Voraussetzung“, sagte Staatssekretär Uwe Hüser beim Auftakt der Initiative. Der Aufbau einer modernen Energieinfrastruktur bringe viele Veränderungen mit sich und viele Vorteile, gerade auch für regionale Energieversorger. Hüser: „Die Landesregierung begleitet den notwendigen Strukturwandel des Energieversorgungssystems mit dem weiteren Ausbau der regenerativen Stromerzeugung und nimmt sich der Themen Smart Metering, Smart Grids und Virtuelle Kraftwerke an. Das Kompetenznetzwerk soll weiter entwickelt werden, um neue Akteure aus den Kommunen und der Wirtschaft einzubeziehen. Wir brauchen Projekte, die sich an der praktischen Relevanz, den technischen Möglichkeiten sowie an einer wirtschaftlichen Umsetzung orientieren.“

Kooperationspartner der Initiative sind der Verband kommunaler Unternehmen, der Städtetag, der Gemeinde- und Städtebund sowie der Landkreistag Rheinland-Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern und die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern sowie die Energieagentur Rheinland-Pfalz. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Transferstelle Bingen (TSB). Professor Dr. Ralf Simon, Leiter der TSB, fasst die Erwartungen an die neue Zukunftsinitiative zusammen: „Ziel der Zukunftsinitiative Smart Grids ist es, Zeichen zu setzen, Vorbilder zu schaffen, neue Ideen zu diskutieren und wo möglich zu testen.“ Gerade auch aus Sicht kommunaler Unternehmen ist ein zeitnaher Um- und Ausbau der Verteilnetze hin zu einer intelligenten Infrastruktur unabdingbar, wie Günter Hoffmann, Geschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen betont. Aus seiner Sicht ist die Zukunftsinitiative „eine gute Plattform, das Thema gemeinsam mit den Marktakteuren zu diskutieren und weiter in den Fokus zu rücken.“ Zoltan Meszaros, der für die Planung, den Bau und den Betrieb von Großanlagen bei den Technischen Werken Ludwigshafen zuständig ist, bestätigt, dass man über moderne Energieinfrastruktur viel wisse und über viele technische Möglichkeiten verfüge: „Für die Umsetzung braucht es aber passende wirtschaftliche Randbedingungen und aktive Plattformen wie die Zukunftsinitiative Smart Grids.“

Am 14. November, ab 14.00 Uhr, im Rathaus Enkenbach-Alsenborn, Hauptstraße 18: Workshop für Kommunen „Auf dem Weg zum Smart Grid“ – Perspektiven für Kommunen und kommunale Unternehmen“

Am 15. November, 9.30 bis 13.15 Uhr bei der IHK Koblenz, Schlossstraße 2, Workshop für Unternehmen „Auf dem Weg zum Smart Grid – Perspektiven für Unternehmen“

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