Teils dramatische Rückgänge im Einzelhhandel


Geringerer Umsatz bei leicht rückläufigen Beschäftigtenzahlen im Einzelhandel

Bad Ems, 20.11.13. Der Einzelhandel in Rheinland-Pfalz setzte von Januar bis September 2013 sowohl nominal als auch real weniger um als in den ersten neun Monaten 2012. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lag der Umsatz zu jeweiligen Preisen (nominal) um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Real, unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, war der Umsatz um 2,6 Prozent niedriger als im Vorjahr. Deutschlandweit stieg der Einzelhandelsumsatz in den ersten neun Monaten nominal um 1,6 und real um 0,2 Prozent. Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen Gegen den Landestrend verlief die Entwicklung im Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, zu dem Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte gehören. Hier stieg der Umsatz nominal um 2,8 und real um 0,3 Prozent. Dagegen verzeichnete der Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik sowohl nominal (minus 8,2 Prozent) als auch real (minus 3,1 Prozent) Rückgänge. Die gleiche Entwicklung, nominal allerdings in etwas abgeschwächter Form, war im Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf zu beobachten. Hier sanken die Umsätze nominal um 3,2 und real um 4,3 Prozent. Der Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren erzielte ein Plus von einem Prozent nominal bzw. ein Minus von 1,5 Prozent real. Im Einzelhandel mit sonstigen Gütern, zu denen Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen, blieb der Umsatz nominal um 6,5 Prozent und real um 7,7 Prozent unter den Vorjahreswerten. Beschäftigung Die überwiegend negative Umsatzentwicklung wirkte sich auch auf die Beschäftigung im rheinland-pfälzischen Einzelhandel aus. Die Gesamtzahl der Beschäftigten lag in den ersten neun Monaten 2013 um 0,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In gleichem Maße ging dabei die Zahl der Vollzeitkräfte zurück. Die Zahl der Teilzeitkräfte verringerte sich um 0,8 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Durch das Handelsstatistikgesetz wird die Zahl der zu befragenden Einheiten auf höchstens 8,5 Prozent aller Unternehmen begrenzt. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Da es sich um eine Stichprobenerhebung handelt, liegen absolute Werte sowie Regionalangaben nicht vor.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Unternehmensstatistiken)

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