Haben osteuropäische Migranten eine Zukunft in Mainz?


Diskussion zur Situation osteuropäischer Migranten in Mainz – 27. November 2013.

Gekommen um zu bleiben – mehr Rechte ab 2014? Podiumsdiskussion zur Situation osteuropäischer Migranten in Mainz

Mainz, 21.11.13. Ab dem 01. Januar 2014 haben Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Was das bedeutet und ob sich die Arbeitsvermittlung und Lebenssituation für diese Menschen verbessert, wird am 27. November 2013 Thema einer Podiumsdiskussion sein. Die vom DGB, der Save Me! Kampagne Mainz und Medinetz Mainz e.V. organisierte Veranstaltung findet um 19 Uhr im DGB-Haus in Mainz statt. Yanitsa Dimitrova, Deutschlehrerin, Kurt Merkator, Sozialdezernent der Stadt Mainz, Martin Kehrein vom Jobcenter Mainz, Mihai Balan vom Europäischen Verein für Wanderarbeiterfragen und Roland Graßhoff vom Initiativausschuss für Migrationspolitik widmen sich den Themen Wohnen, Arbeit, Sozial- und Gesundheitsversorgung und Bildung. Mit Berichten aus ihren Arbeitsfeldern veranschaulichen sie die Situation der osteuropäischen Zuwanderer in Mainz. Deren Lage wird in der Öffentlichkeit häufig einseitig als problematisch dargestellt. Ein Teil der Gruppe ist gut ausgebildet und integriert, andere finden sich in prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen wieder. Nadja Baran von der Allgemeinen Zeitung führt durch den Abend und diskutiert mit den Teilnehmenden notwendige Schritte zur Verbesserung der Situation im Rahmen der Verantwortlichkeit ihrer jeweiligen Institution. Nach den ausverkauften ersten beiden Veranstaltungen, einem Vortrag und einem Filmabend, ist die Podiumsdiskussion der dritte Teil einer Reihe zur Situation der Migranten aus den neuen EU-Ländern. Die Vereine haben beschlossen, die erfolgreiche Veranstaltungsreihe auch im kommenden Jahr fortzuführen. Am 31. Januar 2014 laden die Save Me! Kampagne und Medinetz Mainz zum Film „Aus dem Leben eines Schrottsammlers“ im CinéMayence ein.

Die Save Me! Kampagne Mainz setzt sich seit Januar 2009 für Resettlement ein. Die Freiwilligen unseres Mentorenprogramms „Welcome Mainz“ unterstützen Flüchtlinge durch Sprachtandems, Deutschkurse, Hausaufgabenhilfe, Hilfe bei Behördengängen, usw. Gemeinsame Freizeitaktivitäten verstärken den Austausch. Mit Infoveranstaltungen und Aktionen werben wir für die Aufnahme und die Rechte von Flüchtlingen. Unseren Einsatz für ein Resettlementprogramm unterstützt seit dem 16.12.2009 der Mainzer Stadtrat. Wir informieren außerdem über Fluchtursachen, die Festung Europa und setzen uns mit bundesweit über 50 weiteren kommunalen Save me Initiativen für Flüchtlingsschutz und -rechte ein. Infos unter www.save-me-mainz.de

Medinetz Mainz e.V. ist eine medizinische Vermittlungsstelle für Menschen ohne Papiere oder ohne Krankenversicherung. Der Verein wurde 2006 gegründet und es engagieren sich hauptsächlich Medizinstudierende. Hunderttausende Menschen sind durch die deutsche Gesetzgebung vom Zugang zu medizinischer Versorgung ausgeschlossen. Medinetz vermittelt die Betroffenen an Ärztinnen und Ärzte, die sie anonym und oft kostenlos behandeln.Infos unter www.medinetz-mainz.de

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