Deutsch-Französische Beziehungen und der kirchliche Einfluss

Die Kirchen in den deutsch-französischen Beziehungen vom Alten Reich bis zur Gegenwart – Ringvorlesung des DFG-Graduiertenkollegs 1575 und des Institut Français startet am 2. Dezember in Anwesenheit von S.E. Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz

Mainz, 26.11.13. (voi). Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte und gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte geführte Graduiertenkolleg „Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung ‚Europa’“ und das Institut Français laden ab dem 2. Dezember 2013 zur achtteiligen Ringvorlesung „Die Kirchen in den deutsch-französischen Beziehungen vom Alten Reich bis zur Gegenwart“ ein. Zur Auftaktveranstaltung im Institut Français werden unter anderem Karl Kardinal Lehmann und Prof. Dr. Irene Dingel, Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, als Ehrengäste erwartet. Die französische Generalkonsulin in Frankfurt, Sophie Laszlo, wird zu diesem Ereignis das Grußwort sprechen und damit die internationale Vortragsreihe eröffnen. Interessiertes Publikum ist herzlich zur Eröffnung der Vortragsreihe am Montag, 2. Dezember 2013, in den Salon im Schönborner Hof, Institut Français, Schillerstr. 11, 55116 Mainz, eingeladen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auch die ab Januar 2014 folgenden Veranstaltungen der Reihe können kostenfrei und ohne Voranmeldung besucht werden. Das Programm der Ringvorlesung ist unter www.uni-mainz.de/veranstaltungskalender/07_geschichte_ringvorlesung_2013-2014.pdf verfügbar.

Das deutsch-französische Verhältnis unterlag in den vergangenen 200 Jahren schweren Belastungen und Veränderungen. Während am Ende des Alten Reiches nationalstaatliche Perspektiven noch keine Rolle spielten, änderte sich dies im Laufe des 19. Jahrhunderts bis hin zu einer deutsch-französischen „Erbfeindschaft“. Die rasche Entspannung der deutsch-französischen Beziehungen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird heute häufig sogar als „Erbfreundschaft“ bezeichnet. Sie gilt gemeinhin als wichtige Voraussetzung für die Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft. In all diesen Prozessen spielten die christlichen Kirchen eine beachtliche, bislang kaum betrachtete Rolle. Die Ringvorlesung „Die Kirchen in den deutsch-französischen Beziehungen vom Alten Reich bis zur Gegenwart“ möchte daher anhand von exemplarischen Einzelstudien der Bedeutung der Kirchen im deutsch-französischen Beziehungsgeflecht nachgehen und Bedingungsfaktoren des kirchlichen Engagements in den zwischenstaatlichen Beziehungen im Wandel von rund 200 Jahren analysieren. Die weitere Termine der Reihe: Montag, 27. Januar 2014, 18:00 Uhr „Deutschland – Frankreich und die Mainzer Kurfürsten und Erzbischöfe am Ende des Alten Reiches“ Referent: Prof. Dr. Heinz Duchhardt (Mainz) Montag, 17. Februar 2014, 18:00 Uhr „Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler und Frankreich“ Referent: Dr. Andreas Linsenmann (Mainz) Montag, 27. März 2014, 19:00 Uhr „Die Haltung der christlichen Kirchen zum Krieg, dargestellt am Beispiel rheinischer Diözesen und Landeskirchen. Ein Vergleich“ Referent: Dr. Hermann-Joseph Braun (Mainz) Montag, 10. April 2014, 18:00 Uhr „Das Bild vom Anderen – Deutsche und französische Protestanten 1914-1939“ Referent: Prof. Dr. Matthieu Arnold (Straßburg) Montag, 12. Mai 2014, 18:00 Uhr „Das Saargebiet, die Kirchen und die deutsch-französischen Beziehungen“ Referent: PD Dr. Markus Raasch (Mainz) Montag, 2. Juni 2014, 18:00 Uhr „Die Kirchen und die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Beispiel der französischen Militärgeistlichen Marcel Sturm und Robert Picard de la Vacquerie“ Referentin: Ulrike Schröber M.A. (Hamburg / Berlin) Montag, 16. Juni 2014, 19:00 Uhr „Deutsche und französische Christen nach 1945“ Referent: Prof. Dr. Marc Lienhard (Straßburg)

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