ECE Mainz – Stadtratsfraktionen wollen Verkaufsfläche reduzieren


Stadtratsfraktionen reduzieren Verkaufsfläche im Einkaufsquartier Ludwigsstraße

Mainz, 26.11.13. Wie die demokratischen Mainzer Stadtratsfraktionen gestern mitteilten, reduzieren sie die Verkaufsfläche im geplanten Einkaufszentrum. „Die Stadtratsfraktionen haben die unterschiedlichen Interessen abzuwägen und letztlich abschließend über das Einkaufsquartier Ludwigsstraße zu entscheiden. Diese Verantwortung nehmen wir gestaltend an“, erklären die Fraktionsvorsitzenden Hannsgeorg Schönig (CDU), Dr. Eckart Lensch (SPD), Sylvia-Köbler-Gross (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Walter Koppius (FDP) am Montagabend gemeinsam nach den Fraktionssitzungen. Die Stadtratsfraktionen von CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP haben sich über das Einkaufsquartier Ludwigsstraße verständigt und werden einen gemeinsamen Änderungsantrag zur Beschlussvorlage zur gemeinsamen Ausschusssitzung am kommenden Mittwoch einbringen. „Wir sind der Auffassung, dass die bisher geplante Verkaufsfläche in ihrer Größe eine Schwierigkeit darstellt. Ein Einkaufsquartier Ludwigsstraße, das nicht die Weißliliengasse in Richtung Schillerplatz überspringt, wäre mit 28.000 Quadratmetern alleinig an diesem Pol zu dominant“, sagen die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP. In einem Gespräch mit dem Projektentwickler ECE haben die Stadtratsfraktionen von CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP eine Reduzierung der Verkaufsfläche erreicht. Die Verkaufsfläche im geplanten Einkaufsquartier wird nicht mehr als 26.500 Quadratmetern betragen. Daneben sind weitere kritische, den Fraktionen wichtige Punkte, im Gespräch mit dem Projektentwickler strittig geblieben. Hierzu zählen die durchgängige Öffnung der Hinteren Präsenzgasse, die Positionierung der Fahrtreppen, die Öffnung an der Weißliliengasse/Ludwigsstraße und die Größe der Gastronomieflächen. „Diese Punkte sollen im weiteren Verfahren im Sinne der Antrag stellenden Stadtratsfraktionen gelöst werden“, so die Fraktionsvorsitzenden. „Wir begrüßen, die Bereitschaft des Projektentwicklers in Mainz zu investieren und sehen darin die Chance, eine städtebauliche Aufwertung der Innenstadt und eine Stärkung des Einzelhandels in Mainz zu erreichen. Wir haben die Sorgen und Anmerkungen der Bürgerinitiative, der Verbände, der Interessengruppen und der Bürgerschaft sowie unsere eigenen Positionen, die zuletzt nochmal in den Ausschüssen und im LuFo geäußert wurden, in unsere Abwägung einfließen lassen“, so die Fraktionsvorsitzenden.

Anm. d. Red.: Insgesamt bleiben mehr Fragen offen, als sie die Stadtratsfraktionen ansprechen. Zu klären ist der Standort des Karstadt-Kaufhauses. Der geplante Standort würde eine Reduzierung der bisherigen Verkaufsfläche des Kaufhauses um 50% bedingen. Ein Kaufhaus an diesem Standort kann aber nur als Vollsortimenter funktionieren, d.h. außer dem Textilbereich das gesamte klassische Sortiment von Kurzwaren über Heimtextilien bis hin zu Elektroartikeln anbieten. Nur so ist ein weiteres Abwandern vieler Kunden auf die grüne Wiese zu verhindern. Schon jetzt macht die Neuansiedlung von Möbel Martin im Gewerbegebiet Mainz-Hechtsheim klassischen Innenstadtsortimenten wie Porzellan, Glas, Heimtextilien u.ä. starke Konkurrenz. Auch die Überglasung der Wege zwischen den Gebäuden sollte wegfallen. Sie schüfe einen einheitlichen Raum, der zwar durch verschiedenartige Innenfassaden unterschieden würde, aber durch vielfältige Übergänge zwischen den Gebäudeteilen doch einen einheitlichen Groß-EKZ-Raum erzeugen würde. Schließlich haben die Stadtratsfraktionen die Grundforderung eines urbanen Quartiers mit Läden, Gastronomie, Praxen und Wohnungen nicht aufgenommen. Anstelle eines Änderungsantrages wäre den Stadtratsfraktionen zu raten, die Beschlußfassung bis zum endgültigen Abschluss der Verhandlungen zu verschieben.

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