Seminar zu religiös-weltanschaulichen Differenzen und deren Lösung


„Religiöse und weltanschauliche Herausforderungen – Gefahren für den (sozialen) Frieden“

Mainz, 27.11.13. Trotz der abnehmenden Bedeutung von Religionen für das Leben vieler Menschen in Deutschland scheinen die Konflikte eher zuzunehmen. Ausnahmeregelungen für Beschneidungen männlicher Kinder, Diskussionen um die allgemeine Schulpflicht (z.B. Teilnahme am Schwimmunterricht), Benachteiligung kopftuchtragender Lehrerinnen, die nicht verbeamtet werden… Wo sehen wir die Herausforderungen und was können wir tun, um zum sozialen Frieden beizutragen? Wo sehen wir politische Entscheidungen gefordert, wo sind Gesetze anzupassen, um einerseits mehr Freiheit für Religion und Weltanschauung zu erlauben, aber wo ist andererseits strikter auf die Wahrung von Menschenrechten zu achten? Immer wieder sind z.B. Konflikte beim Recht auf sexuelle Selbstbestimmung auf religiöse Motive zurückzuführen. Blogger mit atheistischen Ansichten werden in anderen Ländern verfolgt. Sind sie asylberechtigt und können wir sie hier schützen? Was können Gesetze und Gerichte erreichen? In welche Bereichen des Lebens treffen sich Menschen mit unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen am häufigsten und wo kommt es zu Konflikten, z.B. Schule, Feiertagsregelungen, öffentliche Feiern, im öffentlichen Raum? Welche Herausforderungen entstehen durch die länderübergreifende Nutzung des Internets in diesem Bereich? Wie macht man den Unterschied zwischen dem Kampf gegen die Macht religiöser Institutionen im Staat und der Achtung anderer Religionen deutlich? Wie gelingt es, die Militanz aller Beteiligten zu mildern? Wie nimmt man der Religion und Weltanschauung die Bedeutung als vorrangig identitätsstiftendes Merkmal für Menschen? Wie macht man Ungläubigen verständlich, was ein vorgegebener Glaube bedeuten kann? Wie begegnet man der Furcht der Gläubigen? Wie können wir für unsere Überzeugung werben, dass die religiöse Neutralität des Staates ein Gewinn für alle ist? So viele Fragen! Nach Antworten, nach Ansätzen zum Handeln wollen wir bei unserem Seminar in Schney vom 24.-26.01.2014 suchen. Unsere Suche wird davon geprägt, dass uns die Freiheit von Religion und Weltanschauung mit der Wahrung aller Grundrechte am Herzen liegt. Wir laden jeden herzlich dazu ein, diese Suche mit uns zu teilen und gemeinsame Antworten zu entwickeln. Programm: Freitag, 24. Januar 2014 18:00 Uhr Anreise / Abendimbiss 19:00 Uhr Eröffnungsrunde 19:30 Uhr Einführung: Renate Bauer Samstag, 25. Januar 2014 8:00 Uhr Frühstück 9:00 Uhr Vortrag: Wieweit können Gesetze den sozialen Frieden fördern? Swaantje Schlittgen 10:30 Uhr Kaffeepause 11:00 Uhr Vortrag: politische Wege und Möglichkeiten in der Wahrung von Grundrechten NN. CSU 12:30 Uhr Mittagessen 14:00 Uhr Vortrag: Die Sicht anderer Religionen zur Stärkung des sozialen Friedens: Ahmed Aweimer, Zentralrat Muslime 15:30 Uhr Kaffeepause 16:00 Uhr Arbeitsgruppen 18:00 Uhr Abendessen 19:00 Uhr Gemütliche Runde Sonntag, 26. Januar 2014 8:00 Uhr Frühstück 9:00 Uhr Fortführung der Arbeitsgruppen 10:30 Uhr Kaffeepause 11:00 Uhr Vorstellen der Ergebnisse und Aussprache 12:30 Uhr Mittagessen 13:30 Uhr Ende des Seminars Tagungsort und Übernachtung Franken-Akademie Schloß Schney, Schlossplatz 8 96215 Lichtenfels Tel. 09571/97500 Anmeldung möglichst bis 31. 12. 2013 bitte schriftlich an Alke Prem Prinz-Otto-Straße 9 85521 Ottobrunn Tel: 089 6096255, Fax: 089 6090177 Alke.Prem@gmx.net Unterkunft und Verpflegung pro Person Zweibettzimmer 110,00 € Einbettzimmer 140,00 € Die Anzahl der Einzelzimmer ist begrenzt. Tagungsgebühr: 30 Euro Überweisung der Seminarkosten an DFW e.V. Stichwort „Schney“ Konto-Nr.: 3397400 Bankleitzahl: 100 205 00 Bank für Sozialwirtschaft, Berlin IBAN: DE64 1002 0500 0003 3974 00 BIC: BFFWDE33BER Wegen eventueller Zuschüsse wenden Sie sich bitte an Ihre Gemeinschaft oder Körperschaft. Anreise mit der Bahn bis Lichtenfels, IC-Bahnhof Anschluß nach Schney mit Regionalzug, sonst Taxi nehmen. Anreise mit dem Auto BAB Frankfurt – Nürnberg Ausfahrt Bamberg, über B 505 und B 173 nach Lichtenfels, von dort Richtung Coburg ca. 2 km BAB Berlin – München Am Dreieck Bayreuth/Kulmbach nach Kulmbach und Lichtenfels, von dort Richtung Coburg ca. 2 km Informieren Sie sich unter: www.dfw-dachverband.de ReferentInnen: Renate Bauer, Landesprecherin Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz, Präsidentin des Dachverbandes Swaantje Schlittgen, Rechtsanwältin, Vizepräsidentin des DFW NN, CDU/CSU Ahmed Aweimer, Zentralrat der Muslime 29. DFW-Seminar „Religiöse und weltanschauliche Herausforderungen – Gefahren für den (sozialen) Frieden“ Aufgaben der säkularen Verbände 24. bis 26. Januar 2014 in der Franken-Akademie Schloß Schney bei Lichtenfels Eine Veranstaltung des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW)

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.