Auftakt der Gesprächsreihe „Nachhaltig konkret“


Nachhaltigkeit

Wirtschaftsministerin Lemke mit dem Vordenker Prof. Reinhard Loske im Gespräch

Mainz, 04.12.13. Wie kann es gelingen, dem Klimawandel Einhalt zu gebieten, den Verbrauch der Natur auf ein erträgliches Maß zu begrenzen, nicht noch mehr Tier und Pflanzenarten zu vernichten und dennoch nicht auf alles zu verzichten? Auf den ersten Blick erscheint das wie die Quadratur des Kreises, doch genau dies ist eine Anforderung der nächsten Jahrzehnte. Über „Nachhaltigkeit vorantreiben – Wege in eine zukunftsfähige Gesellschaft“ diskutierten Staatsministerin Eveline Lemke und Dr. Reinhard Loske, Professor für Nachhaltigkeit und Transformation an der Universität Witten/Herdecke mit etwa 100 Gästen im Mainzer Landesmuseum. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke betonte hierbei den Baustein Ressourceneffizienz. Lemke: „Eins ist klar: Wer aus weniger mehr macht, wird künftig die Nase vorn haben, gleich ob es um Energie oder Rohstoffe geht. Denn beides wird in den kommenden Jahrzehnten mit Schwellenländern, die immer mehr am Wohlstand teilhaben möchten und Industrieländern, die weiterhin viel verbrauchen, immer teurer. Das Gebot der Stunde heißt daher: Die Ressourcen effizienter einsetzen. Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist das der Beitrag, den sie für die Zukunft ihrer Firmen und auch ihrer Kinder leisten können. Deshalb möchte ich alle Unternehmer in Rheinland-Pfalz ermutigen, gemeinsam mit uns den Weg zu mehr Ressourceneffizienz zu gehen.“ Prof. Reinhard Loske ergänzte, dass es zusätzlich auch eines Kulturwandels bedürfe. Loske: „Nur mit technologischen Innovationen schaffen wir es nicht. Effizienztechnologien müssen zusammen kommen mit sozialen Innovationen, einem kulturellen Wandel und ökonomischem Interesse. Biolandwirtschaft, Car-Sharing und die Energiewende beispielsweise begannen alle in kleinen Nischen und fanden zunehmende Verbreitung, je deutlicher sie gesellschaftlich akzeptiert und je stärker sie ökonomisch interessant wurden.“ Zur ersten Veranstaltung der Reihe „Nachhaltig konkret“ des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung waren 100 Interessierte aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ins Landesmuseum gekommen.

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