Kreativwirtschaft ist Innovationsmotor


Kultur- und Kreativwirtschaft

Kreative brauchen Vernetzung und Info über Förderangebote

Mainz, 04.12.13. Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist in Rheinland-Pfalz eine Schlüsselbranche. Eine Studie hat jetzt die Situation der Kulturschaffenden und Kreativen genauer untersucht. Ziel war es, zu erfahren, wie bestehende Unterstützungs-, Finanzierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen bei den Unternehmen ankommen. Das Wirtschaftsministerium hat die Studie des Instituts für unternehmerisches Handeln (iuh) an der FH Mainz gefördert. „Über 36.000 Menschen in über 10.000 Unternehmen arbeiten in der Kultur- und Kreativwirtschaft und erwirtschaften einen Umsatz von rund 4 Milliarden Euro. Diese Branche hat ein hohes Innovationspotential und von ihr gehen wertvolle Impulse an die Gesamtwirtschaft im Land“, stellt Wirtschaftsministerin Eveline Lemke fest. Damit Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird, wurde die Untersuchung des iuh vom Wirtschaftsministerium gefördert. „Wir brauchten genauere Auskünfte zur Ist-Situation der Kreativen. Jetzt wissen wir: Förderangebote könnten besser genutzt werden oder sollten teils ergänzt werden“, so Lemke. Mit den Ergebnissen der Untersuchung sollen jetzt alle Partner weiterarbeiten – von Banken über Beratungs- und Weiterbildungseinrichtungen über Hochschulen bis hin zu Förderinstitutionen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt diesen Austausch. Das Wirtschaftsministerium hat in den letzten Jahren begonnen, das Förderinstrumentarium zu ergänzen. So wurde seit 1999 das Designforum Rheinland-Pfalz descom ausgebaut. Außerdem wurde ins Mittelstandberatungsprogramm die Designberatung aufgenommen mit dem Ziel, die Nutzung des Wettbewerbsfaktors Design im Mittelstand zu unterstützen. Die Weiterentwicklung der Technologiezentren zu Regionalen Innovationszentren sieht zudem auch die Öffnung für Gründungen der Kreativwirtschaft vor. Darüber hinaus wurden auch, im Zusammenhang mit den Initiativen des Ministeriums zur Gründerförderung, Förderprogramme für Freie Berufe geöffnet. Über 1000 Akteure haben sich an der Studie beteiligt. Der Großteil aller Unternehmensgründer benötigt in der Startphase nur Mittel in Höhe von bis zu 10.000 Euro. Dazu nutzen die meisten Gründungsakteure im Land ausschließlich eigenes Kapital oder finanzielle Mittel von Freunden, Bekannten oder der Familie. Einige arbeiten mit subventionierten Gründungsfinanzierungen etwa der Agentur für Arbeit. Es kommt aber oftmals zu Engpässen bei der Finanzierung. Die Untersuchung zeigt auch, dass die Wissensvermittlung insbesondere im betriebswirtschaftlichen und unternehmerischen Feld ausbaufähig ist. Gerade im ländlichen Raum werden Beratungsangebote noch zu wenig genutzt.

Die Ergebnisse zur Situation der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz sind im Internet nachzulesen unter: www.iuh.fh-mainz.de/studie

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