Wasserexperten diskutierten Hochwasser und Gewässerschutz


Wasserexperten stellen fest: Eigeninitiative spart Geld und ist Umweltschutz Koblenz, 06.12.13 Zerstörte Häuser, vollgelaufene Keller und verschlammte Wohnungen. Solche Bilder führen vor Augen, dass auch Hierzulande Überschwemmungen große Schäden anrichten können. „Damit wir diese Schäden eingrenzen oder gar vermeiden können sind wir ganz erheblich auf die Mitarbeit und die Eigeninitiative der Menschen vor Ort angewiesen“, so SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann. Deshalb hält er es für unerlässlich, dass die zuständigen Behörden sich untereinander austauschen. Etwa 60 Wasserexperten diskutierten unter der Leitung von Abteilungsleiter Joachim Gerke in der SGD Nord in Koblenz. Viele Themen hinsichtlich des Hochwasser- und des Gewässerschutzes wurden erörtert. Darunter zum Beispiel welche Schäden durch Öltanks entstehen können, die nicht fest verankert sind. Sie können bei Hochwasser aufschwimmen und umkippen. Auslaufendes Heizöl kann schwere Umwelt- und Gebäudeschäden auslösen. Das Abpumpen und das ordnungsgemäße Entsorgen von Öl-Wassergemischen werden oft sehr teuer. Sind Öltanks nicht gesichert, leiden sie unter einem erheblichen Mangel, der im Interesse des Gewässerschutzes aber auch der Betreiber schnell behoben werden sollte. Verantwortlich für die Sicherung ihrer Heizölanlagen sind nämlich die Betreiber, die insofern gut daran tun, ihre Öltanks von einem Sachverständigen überprüfen und von einer Fachfirma gegen Aufschwimmen sichern zu lassen. Thema war auch die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Sie fordert, dass Flüsse und Seen und auch das Grundwasser in der Europäischen Union bis 2015, spätestens 2027, in einem guten Zustand sind. Maßnahmen der Kommunen und des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen der „Aktion Blau plus“ tragen dazu entscheidend bei. Sie zeigen, dass wasserwirtschaftliche Maßnahmen mit landwirtschaftlichen, mit städtebaulichen Belangen und dem Naturschutz nicht nur gut zu vereinbaren sind, sondern insgesamt einen Mehrwert erzeugen können. Insgesamt wurde festgestellt, dass zwar schon viele Maßnahmen auf den Weg gebracht wurden, aber insgesamt noch einiges zu tun ist, um das ehrgeizige Ziel zum nachhaltigen Schutz der Gewässer erreichen zu können ( www.wrrl.rlp.de). Weitere Informationen zum Beispiel zu Überschwemmungsgebieten, zu den Betreiberpflichten oder zu Anschriften der anerkannten Sachverständigen gibt es bei den Wasserbehörden der Stadt- oder Kreisverwaltungen (Stichwort: Hochwasserschutz). Auch die Wasserexperten bei der SGD Nord ( www.sgdnord.rlp.de Stichwort Hochwasser-schutz) beraten gerne. Hinweise über hochwassergefährdete Gebiete sind auch unter www.hochwassermanagement.rlp.de veröffentlicht.

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