Bauhauptgewerbe im Jahresvergleich stabil


Konjunktur aktuell Bauhauptgewerbe im Oktober 2013: Aufträge gestiegen – Umsätze rückläufig Bad Ems, 21.12.13 Die Auftragseingänge im rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbe sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Oktober 2013 gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt deutlich gestiegen (plus 13 Prozent). Der baugewerbliche Umsatz verschlechterte sich dagegen im Vergleich zum September um 4,4 Prozent. In den ersten zehn Monaten 2013 lagen die Auftragseingänge um 0,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Umsätze waren um 3,9 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Veränderung gegenüber September 2013: Auftragseingänge plus 13 Prozent – Umsätze minus 4,4 Prozent Im Vormonatsvergleich zog die Nachfrage nach Bauleistungen an (plus 13 Prozent). Für den Hochbau wurde ein Anstieg um 3,6 Prozent beobachtet. Im Tiefbau waren sogar kräftige Zuwächse von 24 Prozent zu verzeichnen. Vor allem im Straßenbau (plus 31,8 Prozent) sowie im gewerblichen Tiefbau (plus 30,7 Prozent) zeigten sich positive Entwicklungen. Im öffentlichen Hochbau (minus 34,8 Prozent) und im Wohnungsbau (minus 8,8 Prozent) erhielten die Unternehmen dagegen deutlich weniger Aufträge als im September. Der baugewerbliche Umsatz verschlechterte sich gegenüber dem Vormonat um 4,4 Prozent. Im Hochbau wurde ein Rückgang um 3 Prozent registriert, im Tiefbau um 3,7 Prozent. Der gewerbliche Tiefbau (plus 2,9 Prozent), der Straßenbau (plus 0,6 Prozent) sowie der öffentliche Hochbau (plus 0,2 Prozent) verzeichneten leichte Umsatzsteigerungen. Der öffentliche Tiefbau (minus 12,9 Prozent) sowie der gewerbliche Hochbau (minus 7,5 Prozent) hatten dagegen deutliche Einbußen zu verkraften. Veränderung gegenüber Oktober 2012: Auftragseingänge plus 0,3 Prozent – Umsätze plus 2,6 Prozent Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Auftragseingänge geringfügig an (plus 0,3 Prozent). Während sie sich im Hochbau um 7,4 Prozent verringerten, stieg die Nachfrage im Tiefbau um 9,5 Prozent. Kräftige Auftragssteigerungen registrierten der öffentliche Tiefbau (plus 24,2 Prozent), der gewerbliche Hochbau (plus 23,7 Prozent) sowie der gewerbliche Tiefbau (plus 15,2 Prozent). Dagegen verzeichnete der öffentliche Hochbau deutliche Einbußen (minus 67,3 Prozent). Im Vergleich zum Oktober 2012 stieg der baugewerbliche Umsatz um 2,6 Prozent. Sowohl im Hochbau (plus 3,1 Prozent) als auch im Tiefbau (plus 3,4 Prozent) wurden die Umsätze des Vorjahres übertroffen. Den stärksten Zuwachs verzeichnete der gewerbliche Tiefbau (plus 21,9 Prozent). Vor allem im öffentlichen Tiefbau (minus 15,7 Prozent), aber auch im Wohnungsbau (minus 1,6 Prozent) kam es zu Umsatzeinbußen. Veränderung gegenüber dem Zeitraum Januar bis Oktober 2012: Auftragseingänge minus 0,8 Prozent – Umsätze plus 3,9 Prozent In den ersten zehn Monaten 2013 ging die Nachfrage nach Bauleistungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zurück (minus 0,8 Prozent). Während im Hochbau ein Minus von 3,2 Prozent registriert wurde, meldete der Tiefbau ein Plus von 1,5 Prozent. In der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber blieben der öffentliche Hochbau (minus 10,2 Prozent) und der Wohnungsbau hinter dem Vorjahreszeitraum (minus 5,9 Prozent) zurück. Die stärksten Zuwächse gab es im öffentlichen sowie im gewerblichen Tiefbau (plus 7,1 bzw. 5,5 Prozent). Der baugewerbliche Umsatz verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent. Sowohl der Hochbau (plus 4,4 Prozent) als auch der Tiefbau (plus 3,4 Prozent) verzeichneten Umsatzsteigerungen. Der gewerbliche Tief- und Hochbau (plus 9,1 bzw. 7,2 Prozent) sowie der öffentliche Hochbau (plus 5,6 Prozent) verbuchten ein deutliches Plus. Lediglich im Wohnungsbau waren die Umsätze niedriger als im Vorjahreszeitraum (minus 0,2 Prozent). Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird anhand der endgültigen Ergebnisse für Rheinland-Pfalz die monatliche Entwicklung der nominalen Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes in Form von Veränderungsraten gegenüber dem Vormonat, dem Vorjahresmonat sowie dem Vorjahreszeitraum bereitgestellt. Die Daten stammen aus der Befragung von rund 350 Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten des Bauhauptgewerbes. Die Originalwerte der Auftragseingänge und des baugewerblichen Umsatzes werden von kalendarischen (Arbeitstage, Ferien, u. Ä.), saisonalen und zufälligen Einflüssen überlagert. Deshalb werden zur Beurteilung der Konjunkturentwicklung Zeitreihen herangezogen, die mithilfe des Berliner Verfahrens (BV4.1) bereinigt werden. Die kalender- und saisonbereinigten Werte ergeben sich, indem man die Originalwerte um die geschätzten kalendarischen und saisonalen Einflüsse bereinigt. Die Trend-Konjunktur-Komponente entspricht im Vergleich zu den kalender- und saisonbereinigten Werten den zusätzlich um die Zufallsschwankungen bereinigten Originalwerten. Bei der Einschätzung der Veränderungsraten ist zu beachten, dass die Entwicklung im Bauhauptgewerbe häufig durch Großaufträge geprägt ist. Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Europa) Statistik

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