Die drei häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalt

Geburt häufigster Grund für Krankenhausaufenthalt

Viele Behandlungen auch durch Herzinsuffizienz und Alkoholmissbrauch

Bad Ems, 24.12.13. Die meisten Menschen beginnen ihr Leben im Krankenhaus. Im Jahr 2012 erblickten 31.169 Kinder das Licht der Welt – 15.160 Mädchen und 16.009 Knaben. Gleichzeitig wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 30.290 Entbindungen in Krankenhäusern verzeichnet. Die meisten Kinder gehen als gesunde Neugeborene in die Krankenhausdiagnosestatistik ein; dies ist auch die am häufigsten gestellte Diagnose im Rahmen eines Krankenhausaufenthalts. Die zweithäufigste Diagnose betrifft die Herzinsuffizienz. Von den insgesamt fast 984.000 Krankenhauspatientinnen und -patienten wurden 21.219 mit dieser Diagnose behandelt. Davon waren weitaus überwiegend ältere Menschen betroffen. So waren mehr als 83 Prozent schon 70 Jahre oder älter. Frauen (11.204) wurden häufiger aus diesem Grund stationär im Krankenhaus behandelt als Männer (10.015). Die Ursache hierfür ist der höhere Frauenanteil in der älteren Bevölkerung, der aus der höheren Lebenserwartung der Frauen resultiert. Der dritthäufigste Grund für einen Krankenhausaufenthalt ist Alkoholmissbrauch. Mit der Diagnose psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol wurden im vergangenen Jahr 15.310 Menschen vollstationär behandelt. Hier waren Männer (11.086) wesentlich öfter betroffen als Frauen (4.224). Eine Betrachtung nach dem Alter zeigt markante Auffälligkeiten: So ist mehr als die Hälfte der Betroffenen zwischen etwa 40 und 60 Jahre alt. Besonders Männer in einem Alter von Mitte 40 bis Mitte 50 finden sich oft aus diesem Grund im Krankenhaus wieder. Aber auch junge Menschen müssen wegen akutem Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus eingeliefert werden. So wurden im vergangenen Jahr 1.746 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren aus diesem Grund stationär behandelt. Die Zahl der Jungen (1.117) war erheblich größer als die der Mädchen (629). Besonders häufig waren 15- bis 18-jährige Jungen (833) betroffen. Ausführliche gesundheitsbezogene Informationen präsentiert das Statistische Landesamt im Rahmen seines Internetangebots zur Gesundheitsberichterstattung. Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt. Auch Stundenfälle werden berücksichtigt; dies betrifft Patientinnen und Patienten, die vollstationär aufgenommen und am gleichen Tag wieder entlassen wurden. Die Diagnosen werden nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) gestellt. Jeder Krankenhausfall geht nur mit einer Diagnose, der Hauptdiagnose, in die Statistik ein. Die Diagnosen werden in einer Differenzierung nach einer dreistelligen Systematik statistisch nachgewiesen. Die Alkoholmissbrauchsfälle liegen der Diagnose F10 – Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol – zugrunde.

Autor: Günter Ickler (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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