Neue Karstadt-Managerin will Konzern mit Kunden und Mitarbeitern sanieren


WAZ: Neue Karstadt-Chefin will Sanierung vorantreiben Karstadt will Vollsortimenter bleiben Essen 04.01.14 ots/red. – Die designierte Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt will die Sanierung der Essener Warenhauskette vorantreiben. „Wir müssen unsere Geschwindigkeit erhöhen und noch schneller auf die Wünsche unserer Kunden reagieren“, sagte Sjöstedt der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagausgabe). „Wir befinden uns in einer schwierigen Situation. Da gibt es nichts zu verbergen“, sagte die schwedische Managerin. „Wir verlieren derzeit Geld. Daher müssen wir unser Geschäft schnell wieder profitabel machen.“ Sie fügte hinzu: „Natürlich geht es darum, unsere Zahlen zu verbessern, aber das geht nur gemeinsam mit unseren Kunden und Mitarbeitern.“ Die Strategie ihres Vorgängers Andrew Jennings will Sjöstedt an der einen oder anderen Stelle verändern. „Vieles läuft gut, manches nicht – und was gut läuft, führen wir fort. Was nicht gut läuft, werden wir verändern“, sagt sie. Während Jennings stark auf Mode, Kosmetik, Uhren und Schmuck gesetzt hatte, betonte die neue Chefin: „Es geht bei Karstadt nicht nur um Mode. Die Menschen erwarten zu Recht, bei uns auch die Dinge des täglichen Bedarfs zu finden. Das können auch Knöpfe sein oder Kochtöpfe.“ Außerdem wolle sie die Sortimente „stärker als bisher auf die lokalen und regionalen Bedürfnisse ausrichten“. In den nächsten Wochen werde sie sich möglichst viele der bundesweit 83 Karstadt-Filialen anschauen, sagte Sjöstedt. Angefangen habe sie in Essen, Münster, Fulda und Köln. Spannend dürfte es werden, wenn die neue Karstadt-Chefin sich die Mainzer Filiale anschaut. Die ist zwar im Besitz des Mall-Erbauers ECE, hat aber noch einen langjährigen Mietvertrag. Im Gegensatz zu den meisten Karstadt-Filialen schreibt die Mainzer Karstadt-Fillialekonstant schwarze Zahlen. Der Vollsortimenter ist besonders bei Kunden aus dem Landkreis und Innenstadt-Bewohnern beliebt, die nicht schon wegen des Bedarfs einer Lüsterklemme auf die grüne Wiese wollen. Das Mainzer Haus entspricht also den Vorstellungen der ehemaligen IKEA- Managerin Sjörstett. Es dürfte fraglich sein, ob Sjörstett ausgerechnet das Mainzer Haus aufgibt oder die Verkaufsfläche, wie von ECE geplant, auf die Hälfte verkleinern läßt. Sanierung, ECE

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