Trinkwasserschutz im Neuwieder Becken ausgewiesen


Trinkwasserversorgung aus Brunnen des linksrheinischen Neuwieder Beckens gesichert Koblenz, 07.01.14 Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat eine vorläufige Anordnung zugunsten des Zweckverbandes RheinHunsrückWasser und der Wasserwerk Koblenz/Weißenthurm GmbH erlassen. Sie dient dem Schutz des Grundwassers vor schädlichen Einwirkungen und zur Sicherung der öffentlichen Wasserversorgung. Betroffen ist eine Fläche von rund 1842 ha nordwestlich von Koblenz in den Gemarkungen Kesselheim, Rübenach, Bubenheim, Neuendorf, Wallersheim und Metternich der Stadt Koblenz sowie St. Sebastian, Kaltenengers und Urmitz in der Verbandsgemeinde Weißenthurm. Bis zur endgültigen Festsetzung eines Wasserschutzgebietes ist diese vorläufige Regelung erforderlich, da die Flächen vielen Einflüssen ausgesetzt sind: Wohnbebauung, Gewerbe, Industrie, Verkehrsflächen und Landwirtschaft. Die Anordnung gilt drei Jahre. In dieser Zeit soll die Neuausweisung mit dem Festsetzungsverfahren für eine dann unbefristet geltende Rechtsverordnung zur dauerhaften Sicherung der Grundwasserqualität durchgeführt werden. Im Bereich des Neuwieder Beckens liegt das wichtigste Grundwasservorkommen im nördlichen Rheinland-Pfalz. Allein die jeweils 6 Brunnen der Wasserwerk Koblenz/Weißenthurm GmbH und des Zweckverbandes RheinHunsrückWasser versorgen bis zu 240.000 Einwohner mit fast 12 Millionen Kubikmeter Trinkwasser von sehr guter Qualität. Das Trinkwasserschutzgebiet wird in vier Schutzzonen nach Maßgabe der allgemein anerkannten Regeln der Technik auf Grundlage der ermittelten hydrogeologisch-hydraulischen Verhältnisse und unter Berücksichtigung der vorliegenden Messdaten zur Wasserqualität eingeteilt. Durch die je nach Schutzzone festgesetzten Ver- und Gebote, Beschränkungen und Duldungspflichten wird sichergestellt, dass das Wasser sowohl in der Beschaffenheit, als auch in der Menge vor chemischen, physikalischen und biologischen Beeinträchtigungen bewahrt wird. Darüber hinaus wird durch den Erlass der vorläufigen Anordnung auch den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie Rechnung getragen, da diese einen „guten Zustand“ des Grundwassers bis zum Jahr 2015 fordert. EU-Wasserrahmenrichtlinie, SGD Nord

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