Personalrätekonferenz des Landeskrankenhauses: Dreyer informiert über „Gesundheit und Pflege 2020“


Personalrätekonferenz des Landeskrankenhauses

Dreyer: Gute Arbeit in Gesundheitsberufen sicherstellen

Andernach, 03.04.14. „Neben der Gewährleistung einer hochwertigen gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger ist die Sicherstellung von ,guter Arbeit´ in den Gesundheitsberufen ein zentrales Anliegen der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wesentliche Faktoren dafür sind die Eindämmung prekärer Beschäftigung insbesondere auch in den Pflegeberufen.“ Das sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute bei der Personalrätekonferenz des Landeskrankenhauses in der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach. Die Ministerpräsidentin sprach sich für eine Reform der Pflegepolitik aus, die von der Finanzierung der Pflegeversicherung bis zu den Arbeitsbedingungen der Pflegenden, beispielsweise der Abkehr der seit Jahren kritisierten „Minutenpflege“, notwendige Veränderungen angehe. „Wir benötigen eine Angleichung der Leistungen für die ambulante und die stationäre Pflege, wir benötigen einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und wir benötigen bei einem absehbaren demografischen Wandel geeignete Fachkräfte in der Pflege wie in der medizinischen Versorgung. Nicht vergessen möchte ich auch die nötige höhere gesellschaftliche Anerkennung der Pflegeberufe“, betonte Malu Dreyer. Die Ministerpräsidentin verwies auf das Zukunftsprogramm „Gesundheit und Pflege 2020“, mit dem die Landesregierung eine bedarfsgerechte, gute medizinische Versorgung und eine Versorgungsrealität sichern wolle, die mit dem Stand der Forschung Schritt halte. „Wir möchten, dass der Patient und die Patientin im Mittelpunkt stehen und setzen uns daher für eine sektorübergreifende Versorgung ein, in der das Prinzip „ambulant vor stationär“ umgesetzt wird. Diese Ziele sind deckungsgleich mit den Zielen, die sich das Landeskrankenhaus gesteckt hat, die Sie in Ihrer täglichen Arbeit anstreben“, so Dreyer. Als aktuelles und besonders herausragendes Beispiel für die Innovationskraft des Landeskrankenhauses bezeichnete die Ministerpräsidentin das Modellprojekt „Gesundheitszentrum, interdisziplinäre Versorgung“ in Meisenheim. Es solle die stationäre und ambulante Versorgung verbessern und aufzeigen, wie damit die Grundversorgung in einer ländlichen Region verbessert werden könne. Malu Dreyer: „Kern des Projekts ist deshalb eine sehr enge Verzahnung von ambulanter, stationärer und rehabilitativer Versorgung. Neu ist dabei unter anderem die interdisziplinäre Grundversorgung, die auch Eingang in den Landeskrankenhausplan 2010 gefunden hat.“ Das Landeskrankenhaus ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts, die an 16 Standorten in Rheinland-Pfalz 3.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

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