Autobahn statt Naturschutzgebiet?


OB Ebling und Verkehrsdezernentin Eder: „Sechs Spuren zu Lasten des Naturschutzes und schneller Realisierung“ Mainz, 07.04.14 Der Bund will den umstrittenen sechsspurigen Ausbau der A643 zwischen den Anschlussstellen Mainz-Mombach und Mainz-Gonsenheim umsetzen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat in einem Schreiben an den rheinland-pfälzischen Infrastrukturminister Roger Lewentz eine Überprüfung der Entscheidung seines Vorgängers Ramsauer abgelehnt. Die Landesregierung hatte sich an den neuen Bundesverkehrsminister gewandt, um den alternativen 4+2-Ausbau mit temporärer Seitenstreifenfreigabe nochmals ins Gespräch zu bringen. Oberbürgermeister Michael Ebling sowie die Dezernentin für Grün, Umwelt, Energie und Verkehr, Katrin Eder, sehen das Vorhaben als überdimensioniert und rechtlich problematisch an: „Es ist mehr als nur enttäuschend, dass sich in Berlin einmal mehr die Betonköpfe durchgesetzt haben. Mit der ,4+2‘-Lösung war zusammen mit allen Experten eine Lösung gefunden, die sowohl die verkehrlichen Interessen als auch die Schonung des Naturschutzgebietes angemessen berücksichtigt – und vor allem eine zügige Realisierung sichergestellt hätte. Mit dem Festhalten des Bundesverkehrsministers am sechsspurigen Ausbau wird nicht nur ein europaweit einzigartiges Naturschutzgebiet und wichtiges Naherholungsgebiet für die Mainzerinnen und Mainzer massiv beschnitten. Es droht nun zudem eine Klagewelle der Umweltverbände und ein damit einher gehend ein juristisches Tauziehen mit jahrelangem Stillstand, den so keiner will.“

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