Theaterstück erinnert an Mainzer Widerständler


Theaterstück für Max Tschornicki: Flucht aus dem KZ Osthofen Texte, Szenen und Lieder zum Gedenken an Max Tschornicki mit dem Chawwerusch-Theater, den Landauer Liederleuten und Sieglinde Eberhart am Sonntag, 13. April 2014 in den Mainzer Kammerspielen Mainz, 07.04.14 Zur Erinnerung an den Mainzer Nazi-Gegner Max Tschornicki lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz am Sonntag, 13. April 2014 um 19.00 Uhr zum Theaterstück „Ein feiner Kerl – einer von uns“ mit dem Chawwerusch-Theater, den Landauer Liederleuten und Sieglinde Eberhart in die Mainzer Kammerspiele (Rheinstraße 4) ein. Die Karten sind für 12 Euro (erm. 8 Euro) online ( www.mainzer-kammerspiele.de/programm/2014/04/13/19-00/chawwerusch-theater-ein-feiner-kerl-einer-von-uns), telefonisch (06131-225002) und per E-Mail ( mail@mailmainzer-kammerspiele.de), buchbar. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Landeszentrale mit dem Landtag Rheinland-Pfalz, dem Kulturdezernat der Landeshauptstadt Mainz, dem Verein für Sozialgeschichte Mainz e. V., der Anna-Seghers- Gesellschaft Berlin und Mainz e.V., dem Forum Anwaltsgeschichte e.V. und dem Förderverein Projekt Osthofen e.V. Die Aufführung erfolgt im Rahmen der Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen und Rheinhessen 1933 – 1945, die noch bis zum 5. Juni 2014, in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu sehen ist. Max Tschornicki 1903 in Rüsselsheim geboren und bald mit der Familie nach Mainz gezogen, beteiligte sich bereits als Schüler und junger Rechtsanwalt an den teilweise hitzig geführten Diskussionen und politischen Auseinandersetzungen der Weimarer Republik im Mainzer Raum und in Rheinhessen. Er war Mitglied des Jung-Jüdischen Wanderbundes, der Jungsozialisten, der SPD und der sozialdemokratisch orientierten Schutzorganisation „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“, deren Mitglieder er später als Jurist vor Gericht verteidigte. Von den Anhängern der linken Arbeiterbewegung hieß es: „Er war ein feiner Kerl – einer von uns‘.“ Gehasst und gefürchtet wurde er von den Nazis. 1933 verhafteten sie ihn und sperrten ihn in das gerade eröffnete Konzentrationslager Osthofen. Tschornicki floh am 3. Juli aus dem Lager in das Saargebiet und nach dessen Angliederung an das Deutsche Reich nach Frankreich. In Toulouse erfuhr er von der Verhaftung seiner Verlobten und deren Mutter, für deren Freilassung er sich einsetzte. Max Tschornicki wurde nach der Besetzung Südfrankreichs in Lyon, wo es zu dieser Zeit eine starke Widerstandsbewegung gab, von der Gestapo verhaftet. Tschornicki überlebte eine furchtbare Odyssee von Todesmärschen quer durch Europa, bevor er in einem Außenlager des KZs Dachau, wenige Tage vor der Befreiung des Lagers durch Truppen der US-Armee, am 20. April 1945 völlig entkräftet starb. Sozialdemokratie, jung-jüdischer Bund

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.