Klöckner und ihre Interviews


Rente mit 63 Heute hier, morgen dort – Julia Klöckner und ihre Interviews

Mainz, 08.04.14 In der Saarbrücker Zeitung von Montag, 07. April 2014, kritisiert die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner die im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD festgeschriebene abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren. Bereits gegen die Mindestlohn-Regelung hatte Klöckner gewettert und weitere Ausnahmen gefordert. Dazu äußerte sich der Generalsekretär der SPD Rheinland-Pfalz, Jens Guth: „Julia Klöckner hat den Koalitionsvertrag mit abgenickt. Jetzt hält sie plötzlich bei jeder Gelegenheit den Kopf aus dem fahrenden Zug, nur um nochmal in der Zeitung zu stehen. In Rheinland-Pfalz spielt Klöckner sich als die Rächerin der Enterbten auf und im Bund profiliert sie sich medial auf Kosten der Schwachen in der Gesellschaft. Dem Taxifahrer oder dem Zeitungsausträger, der jeden Morgen um vier Uhr aufsteht, damit Frau Klöckner ihre Zeitung lesen kann, missgönnt sie den Mindestlohn. Der Krankenpflegerin, die seit 44 Jahren Schicht arbeitet, möchte sie den wohlverdienten Ruhestand streitig machen.“ Sogar CSU-Chef Horst Seehofer habe schon verstanden, was die Stunde geschlagen hat, so Guth weiter. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird Seehofer, auf Julia Klöckner angesprochen, heute so zitiert: „Wir [SPD und Union] sind Koalitionspartner und sollten vernünftig miteinander reden, und nicht bei jedem Punkt dann mit der Keule des Scheiterns in der Öffentlichkeit winken […] Aber so kriegt man halt Interviews.“ Danke, Herr Seehofer, für diese treffende Analyse!

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.