Schweitzer: Klöckners Argumente gegen Rente mit 63 treffen nicht


Rente

Schweitzer zu Gründlichkeit vor Schnelligkeit

Mainz, 09.04.14. Zur Kritik der rheinland-pfälzischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Julia Klöckner an den Rentenplänen der Großen Koalition erklärte Sozialminister Alexander Schweitzer am Dienstag: „Frau Klöckner hat aus der Debatte um ihre gestrigen Äußerungen zur Rente mit 63 offenbar keine Lehren gezogen. Wenn sie heute fordert, Gründlichkeit müsse vor Schnelligkeit gehen, dann gilt dies am meisten für ihre eigene Kommunikation. Am Verhandlungstisch haben sich SPD und CDU/CSU für eine gemeinsame Rentenreform entschieden. Die Kanzlerin und auch die Bundestagsfraktionsführer haben dieses Vorhaben gestern noch einmal bekräftigt und eine übereifrige Frau Klöckner zurechtgewiesen. Ungeachtet der bundespolitischen Einigkeit prescht die stellvertretende Bundesvorsitzende heute erneut mit pauschalisierenden Aussagen vor. Fakt bleibt jedoch, die Rente mit 63 kommt denen zugute, die jung in den Beruf eingestiegen sind, lange hart gearbeitet haben und es mit 63 oft körperlich nicht mehr können. Es gehen auch nicht plötzlich mehr Menschen in Rente. Vielmehr ist es so, dass diejenigen, die nicht mehr arbeiten können, nun ohne Abschläge – statt bislang mit Abschlägen – in Rente gehen können. Das nennt man gerecht. Frau Klöckners Drohkulisse der Frühverrentungswelle verkennt, dass sich die Wirtschaft längst bewusst ist, dass sie auf erfahrene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die oft auch Führungsaufgaben übernehmen, nicht verzichten kann. Statt sich gründlich informiert in die Diskussion einer Demografie festen Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik einzubringen, wird auf die schnelle Schlagzeile gesetzt.“

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