Medios sichert medizinische Versorgung von Asylsuchenden


Integration

Gesundheitliche Versorgung von Asylbegehrenden in Trier

Trier/Mainz, 27.05.14 – Das Land hat die medizinische Versorgung von
Asylsuchenden deutlich verbessert. Seit Anfang dieses Jahres läuft das
MEDEUS-Programm, das allen neuankommenden Asylbewerberinnen und
Asylbewerbern eine medizinische Erstuntersuchung und damit eine
verbesserte gesundheitliche Versorgung in der Aufnahmeeinrichtung für
Asylbegehrende (AfA) Trier anbietet. „Damit setzen wir schon heute die
EU-Aufnahmerichtlinie um, die die Erstaufnahmeeinrichtungen
verpflichtet, alle Asylsuchende daraufhin zu untersuchen, ob sie einer
besonders schützenswerten Personengruppe angehören. Darüber hinaus
bemühen wir uns natürlich um eine möglichst gute medizinische Versorgung
der Flüchtlinge, von denen sehr viele gesundheitliche Probleme haben“,
erklärt Integrationsministerin Irene Alt. Als besonders schützenswert
gelten zum Beispiel traumatisierte Menschen, chronisch Kranke,
Alleinerziehende oder Schwangere.

Das MEDEUS-Programm sieht vor, für jeden Asylsuchenden eine Krankenakte
anzulegen und medizinische Grunddaten sowie den Impfstatus zu erfassen.
Schwangere erhalten zudem einen Mutterpass und werden an eine
gynäkologische Praxis vermittelt. Die im Rahmen von MEDEUS erfassten
Daten sollen für die mögliche Weiterbehandlung nach dem Umzug des
Asylbewerbers oder der Asylbewerberin in eine Kommune der dortigen
Verwaltung zur Verfügung stehen. Geleistet wird die medizinische
Betreuung in der AfA von einem Team aus drei Ärzten und fünf
Krankenschwestern. Das Ärzteteam bietet dreimal in der Woche eine
zweistündige Sprechstunde an. Die fünf Pflegerinnen und MTAs betreuen
die Krankenstation der AfA.

Um eine flächendeckende medizinische Erstversorgung zu gewährleisten und
um der Verpflichtung des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylblG)
nachzukommen, das ein Impfangebot und U-Untersuchungen für Kinder
vorschreibt, strebt die AfA eine Kooperation mit einer Trierer Klinik
an. Zudem untersucht das Gesundheitsamt Trier alle in der AfA
ankommenden Menschen auf ansteckende Krankheiten. Ministerin Alt: „Die
Teilnahme am MEDEUS-Angebot ist freiwillig, wir hoffen aber, dass bis
zum Jahresende die Erstuntersuchung für alle AfA-Bewohnerinnen und
–Bewohner selbstverständlich ist.“

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