Task Force überwacht kritische Lebensmittel


Interdisziplinäre Kontrolleinheit Rheinland-Pfalz (IKER)

Interdisziplinäre Kontrolleinheit Rheinland-Pfalz (IKER):
Lebensmittelskandalen vorbeugen und Krisen bewältigen
Lebensmittelskandalen besser vorbeugen, Krisen bewältigen:
Rheinland-Pfalz hat eine interdisziplinäre Kontrolleinheit eingerichtet,
die kritische Lebensmittelbetriebe und Warenströme im Auge behält und im
Fall des Falles landesweit einschreitet. „Mit der Zusammenführung von
Krisenvorbeugung und Krisenbewältigung wollen wir die
Lebensmittelsicherheit zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger für
Rheinland-Pfalz noch weiter verbessern“, so Verbraucherschutzminister
Hartloff.

IKER wird im Landesuntersuchungsamt (LUA) dauerhaft eingerichtet und
nimmt im Herbst 2014 die Arbeit auf. Die erforderlichen finanziellen
Mittel für die dafür benötigten Sachverständigen aus unterschiedlichen
Disziplinen (Lebensmittelchemie, Lebensmittelkontrolle,
Lebensmitteltechnologie und Veterinärmedizin) stehen bereit. Die
Experten werden im Bereich der Lebensmittelsicherheit in Krisenfällen
zur Krisenbewältigung beitragen und in „Friedenszeiten“ durch
kontinuierliche risikoorientierte (Kontroll-)Arbeit der Entstehung von
Krisen vorbeugen beziehungsweise dafür Sorge tragen, dass entstehende
Krisen frühzeitig erkannt und gebannt werden können.

In Krisenfällen wird IKER die Aufgaben einer landesweiten „Task Force“
wahrnehmen, und bei lebensmittelbedingten Krisensituationen in ganz
Rheinland- Pfalz die Rückverfolgung verdächtiger Lebensmittel
organisieren, Sonderprobenahmen veranlassen, Untersuchungsergebnisse
auswerten, die Staatsanwaltschaft oder die Kommunen unterstützen, den
jeweiligen Krisenstab informieren, Aufträge vom Krisenstab entgegen
nehmen und die Verbraucherinnen und Verbraucher informieren.

Die Arbeit von IKER erschöpft sich jedoch nicht in der
Krisenbewältigung. Vielmehr soll die Einheit primär präventive Arbeit
leisten und zur Krisenvorbeugung beitragen. „Natürlich ist es unser
Wunsch, dass die dauerhafte präventive Arbeit von IKER dazu führt, dass
eine Krise gar nicht entsteht, beziehungsweise deren Entwicklung bereits
so früh erkannt wird, dass sie verhindert werden kann“ so der Minister.

LUA-Präsident Dr. Stefan Bent: „IKER wurde so konzipiert, dass produkt-,
branchen- und unternehmensspezifischer Sachverstand vorhanden ist, der
in „Friedenszeiten“ bei Kontrollen, Überwachung und Präventionsarbeit
zum Einsatz kommt. Die dabei erworbenen vertieften Kenntnisse können
dann im Krisenfall schnell und effektiv eingesetzt werden.“

So soll IKER beispielsweise auch dann tätig werden, wenn ein
koordiniertes Vorgehen in mehreren Kreisen/Städten oder über die
Landesgrenzen hinaus erforderlich ist. Darüber hinaus wird sich IKER im
Bereich der Lebensmittelüberwachung bzw. der Infektionsprävention auf
Betriebskontrollen, Epidemiologie und andere einschlägige Tätigkeiten
konzentrieren und im Rahmen dieser Arbeit zusammen mit den Kommunen in
Rheinland-Pfalz selbst Kontrollen durchführen – vor allem in besonders
risikobehafteten Betrieben und in Betrieben, deren Überwachung
Spezialwissen erfordert. „Durch die Zusammenarbeit von IKER mit den
Kommunen wird die Lebensmittelüberwachung in Rheinland-Pfalz über
Kreisgrenzen hinweg noch besser koordiniert als es bereits jetzt gegeben
ist“, so Minister Hartloff.

Zur Bewältigung dieser Aufgaben erhält IKER die personell und sachlich
erforderliche Ausstattung. Die IKER-Kern-Mannschaft besteht aus fünf
Personen, darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bei Bedarf weiteren
Sachverstand im LUA und auch darüber hinaus (beispielsweise auf
medizinischem, betriebswirtschaftlichem oder juristischem Gebiet)
heranzuziehen.

Hartloff

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