Vortragsabend zu den Gefangenenlagern der Justizhaftanstalt Rodgau und Außenstellen im NS-Regime


Wider das Vergessen: Die Justizgefangenenlager Rodgau

Vortragsabend zu den Justizgefangenenlagern Rodgau am Donnerstag, 16. April 2015 in Gimbsheim

Am Donnerstag, 16. April 2015 um 20.00 Uhr laden die Landeszentralen für politische Bildung Hessen und Rheinland-Pfalz zum Thema „Die Justizgefangenenlager Rodgau. Strafvollzug und Zwangsarbeit 1938 bis 1945“ ins Museum der Verbandsgemeinde Eich nach Gimbsheim ein. Ein Vortrag und ein Bericht stehen auf dem Programm: – „Die Gefangenenlager Rodgau. Strafvollzug und Zwangsarbeit 1938 bis 1945“ von Dr. Heidi Fogel, Historikerin aus Neu-Isenburg und der – „Werkstattbericht: Bisherige Recherchen zum Stammlager III in Eich – Sollte man das Lager dem Vergessen entreißen?“ von Uwe Bader, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und Leiter der Gedenkstätte KZ Osthofen Wegen der begrenzten Platzkapazität ist eine Anmeldung bei der Gedenkstätte KZ Osthofen (Tel. 06242-91080, Fax 062424-910820 oder E- Mail info@ns-dokuzentrum-rlp.de) bis 13. April 2015 nötig. Der Abend ist eine Kooperation mit dem Museum der Verbandsgemeinde Eich. Die Justizgefangenenlager Rodgau Neben den Konzentrationslagern in Osthofen 1933 bis 1934, in Neustadt an der Weinstraße 1933, dem SS-Sonderlager/KZ Hinzert 1939 bis 1945 und verschiedenen KZ-Außenlagern gab es während der Nazi-Diktatur auf dem Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz unzählige weitere NS-Lager und Haftstätten. Die meisten sind heute kaum bekannt oder dem Vergessen anheim gefallen. Dazu gehören die Gefangenenlager Rodgau der Generalstaatsanwaltschaft Darmstadt, die damals auch in Rheinhessen Lager betrieb. Das Lager in Eich wurde 1942 zum Stammlager III der Gefangenenlager Rodgau. Die Haftbedingungen in den hessischen Gefangenenlagern Rodgau und die Arbeitseinsätze in verschiedenen „Außenarbeitsstellen“ waren für die Gefangenen oft ähnlich katastrophal und unmenschlich wie in anderen NS-Lagern. Heidi Fogel arbeitet als freiberufliche Historikerin. Ihr Schwerpunkt ist die Regionalgeschichte des südlichen Rhein-Main-Gebiets, insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert. 2004 erschien ihr Buch „Das Lager Rollwald. Strafvollzug und Zwangsarbeit 1938 bis 1945“. Uwe Bader ist Leiter des Gedenkstättenreferates der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Er leitet das NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz / Gedenkstätte KZ Osthofen. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind bislang das SS- Sonderlager/KZ Hinzert und das in der „Westmark“ betriebene Sonderlager Feste Goeben in Metz.

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