DFG fördert Abschluß der Schlegel-Gesamtausgabe am Deutschen Institut


KFSA wird ab 2020 erstmals sämtliche Primärtexte in zuverlässiger Form
zusammenhängend präsentieren

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Editionsarbeiten
zum Abschluss der Kritischen Friedrich-Schlegel-Ausgabe (KFSA) für
weitere drei Jahre. Die Arbeiten werden am Deutschen Institut der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) unter der Leitung von Prof.
Dr. Ulrich Breuer durchgeführt. Gegenüber der ersten, ebenfalls
dreijährigen Förderperiode musste das Fördervolumen deutlich gesteigert
werden, um die Fertigstellung der historisch-kritischen Gesamtausgabe
Friedrich Schlegels, Zentralfigur der Deutschen Romantik und Impulsgeber
avancierter Literaturtheorie und Literaturkritik, zu ermöglichen. Ab
April 2017 werden zwei Vollzeiteditoren in Mainz ihre Arbeit aufnehmen –
bis 2020 werden sämtliche Textbände der KFSA fertiggestellt.

In Kooperation mit dem Trier Center for Digital Humanities wird mit
Beginn der zweiten Förderperiode eine digitale Infrastruktur
eingerichtet, die die Nachhaltigkeit der Editions- und
Forschungsergebnisse sicherstellt und Perspektiven für Anschlussprojekte
wie etwa Revisionsvorhaben und Online-Veröffentlichungen schafft. Der
Abschluss der Kritischen Friedrich-Schlegel-Ausgabe liefert
unverzichtbare Grundlagenarbeit für sprach-, literatur-, kultur-,
philosophie- und medienhistorische Anschlussforschungen. Sämtliche
Primärtexte, die bislang entweder vollkommen unbekannt oder nur sehr
erschwert an entlegenen Orten verstreut zugänglich waren, werden
erstmals in zuverlässiger Form zusammenhängend präsentiert,
textgeschichtlich dokumentiert und – soweit möglich – durch Kommentare
im Kontext ihrer historischen Problemlagen wissenschaftlich erschlossen.

Die Ergebnisse der zurückliegenden ersten Projektphase werden aktuell
für den Druck vorbereitet: die Bände 26.1, 26.2 und 27 der Kritischen
Friedrich-Schlegel-Ausgabe sollen 2017/2018 erscheinen. Mit ihnen wird
die Korrespondenz sowohl Friedrich Schlegels als auch seiner Frau
Dorothea zwischen 1802 und 1810 lückenlos aufgearbeitet vorliegen – ein
einzigartiger Einblick in die Phase der Hochromantik.

Deutsches Institut, DFG, Uni Mainz JGU

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