Elternbegleiter und Elternbegleiterinnen helfen bei der Integration


Flüchtlingsfamilien: Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter helfen bei
der Integration

Neues Bundesmodellprogramm

„Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ startet
Interessenbekundungsverfahren

Dass die vielen geflüchteten Familien mit Klein- und Schulkindern gut in
Deutschland ankommen und sich integrieren, ist eine wichtige
familienpolitische
Aufgabe. Das stellt auch die Fachkräfte in den Einrichtungen der
frühkindlichen Bildung und Betreuung vor viele neue Herausforderungen,
denn neu zugewanderte
Familien benötigen besondere Betreuung. Der Arbeit von
Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern kommt dabei eine besondere
Bedeutung zu. Ihre Arbeit soll
stärker gefördert werden – weshalb das BMFSFJ ab Frühjahr 2017 das neue
Programm mit jährlichen Programmitteln in Höhe von 3 Mio € auflegt.

„Ich möchte geflüchtete Familien darin unterstützen, ihren Kindern einen
schnellen Zugang zur Bildung zu ermöglichen. Denn Bildung ist der
Schlüssel für
eine erfolgreiche und nachhaltige gesellschaftliche Integration. Das
kann gelingen, wenn zugewanderte Familien von Anfang an über alle
Möglichkeiten informiert
und auf diesem Weg begleitet werden“, erklärte Bundesfamilienministerin
Manuela Schwesig. „Diese Aufgabe übernehmen viele der bereits 7.000
Elternbegleiterinnen
und Elternbegleiter in unserem Land. Durch ihre Arbeit und ihre Beratung
geben sie zugewanderten Familien die nötige Orientierung im Alltag.“

Mit dem Modellprogramm sollen die Angebote der Elternbegleitung
ausgeweitet und gut mit anderen Unterstützungsangeboten in der Kommune
verknüpft werden.

Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter sind früh- und
sozialpädagogische Fachkräfte der Familienbildung, die an Kitas,
Familienzentren und Familienbildungseinrichtungen
aktiv sind. Sie beraten und begleiten Eltern von Kleinkindern bis hin
zum Grundschulalter in Bildungs- und Entwicklungsfragen. Sie erklären
den Eltern
zum Beispiel, warum das Kind eine Kita besuchen sollte, helfen bei der
Auswahl der Kita und der Anmeldung und beraten die Eltern, wie sie ihr
Kind beim
Lernen und bei der Integration unterstützen können.

Rund 7.000 Fachkräfte der Familienbildung wurden im Bundesprogramm
„Elternchance ist Kinderchance“ und seit Herbst 2015 im
ESF-Bundesprogramm „Elternchance
II – Familien früh für Bildung gewinnen“ bundesweit qualifiziert.

Für das neue Modellprogramm können sich freie oder öffentliche Träger
bewerben, die in der flüchtlingsbezogenen Elternbegleitung in
Einrichtungen der Kinder-
Jugend- und Familienhilfe und in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind.

Das Bundesprogramm soll nach Auswahl der Projektträger im April 2017
starten und bis Dezember 2020 laufen.

Interessenten können sich ab sofort hier informieren und um eine
Teilnahme bewerben:

www.elternchance.de

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