Land und Stadt einig: neues Polizeipräsidium kommt in die Heinigstraße Ludwigshafen


Bauen:
Polizeipräsidium Ludwigshafen: Standort in zentraler Lage

Mit der Entscheidung für einen Neubau des Polizeipräsidiums in
Ludwigshafen sollen die bisher an zehn verschiedenen Standorten
aufgeteilten Bediensteten des Präsidiums Rheinpfalz wieder – mit
Ausnahme der Zentralen Bußgeldstelle – unter einem Dach vereint werden.
Der Hauptstandort des Präsidiums, der sich bisher noch in der
Wittelsbachstraße befindet, kann die zunehmenden Raumbedürfnisse der zu
bewältigenden Aufgabenvielfalt der Bediensteten, die für die Vorder- und
Südpfalz zuständig sind, bereits seit geraumer Zeit nicht mehr decken.
Auch die zunehmenden anstehenden Sanierungsmaßnahmen erschweren einen
guten Arbeitsablauf. Nach eingehenden Untersuchungen aller verfügbaren
Grundstücksalternativen hat sich das Land Rheinland-Pfalz nunmehr
entschieden, die Kaufverhandlungen mit der Stadt Ludwigshafen für das
Grundstück an der Heinigstraße einzuleiten.

„Ich freue mich sehr, dass es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Polizeipräsidiums jetzt Gewissheit gibt und endlich der Ausblick auf
einen neuen Arbeitsort gegeben ist“, sagte die rheinland-pfälzische
Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen.

Innenminister Roger Lewentz zeigte sich hochzufrieden mit der
Standortwahl. „Das neue Polizeipräsidium wird im Herzen von Ludwigshafen
liegen. Seine zentrale und verkehrsgünstige Lage sind Ausdruck von
Bürgernähe und damit ein wesentlicher Bestandteil des
Selbstverständnisses unserer Polizei. Mehr denn je ist es mir in Zeiten
einer erhöhten Terrorgefahr wichtig, dass wir auch durch unsere
Dienststellen und ihre Lage zeigen, dass der Rechtsstaat wehrhaft ist.“

Die Bewertung der monetären, baufachlichen und einsatztaktischen
Faktoren schloss mit dem Ergebnis, dass das Grundstück an der
Heinigstraße am besten geeignet ist. Zwar ist es mit rund 4300 m² eher
klein, aber der Bebauungsplan lässt eine hohe Verdichtung mit bis zu 10
Vollgeschossen zu. So kann die gesamte Polizeiverwaltung, rund 17 000 m²
Bruttogrundfläche, unter einem Dach sehr kompakt untergebracht werden.
Für die Einsatzfahrzeuge wären zwei Tiefgaragengeschosse ausreichend. In
unmittelbarer Umgebung gibt es Möglichkeiten zum Parken für die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Besucherinnen und
Besucher, ohne die vorhandenen Anwohnerparkplätze zu dezimieren.
Unschlagbar sind aus Sicht des Polizeipräsidiums die zentrale Lage und
die Verkehrsanbindung, beides wesentliche Bestandteile des
Selbstverständnisses einer Bürgerpolizei.

Polizeipräsident Thomas Ebling ist erleichtert über die nun definitive
Entscheidung, das neue Präsidium an zentraler Stelle in Ludwigshafen zu
errichten. „In den letzten beiden Jahren haben wir die verschiedensten
Alternativen für den notwendigen Neubau des Präsidiums intensiv geprüft.
Der Standort Heinigstraße erfüllt alle unsere fachlichen
Voraussetzungen. Am meisten freut es mich, dass alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter bald wieder unter einem Dach vereint und die Zeiten des
Platzmangels vorbei sein werden.“

Nach der guten und konstruktiven Zusammenarbeit mit der Stadt
Ludwigshafen herrscht Optimismus, auch bei den anstehenden
Kaufverhandlungen zügig zu einem einvernehmlichen Ergebnis zu kommen.
„Der Neubau muss vielen Bedürfnissen gerecht werden, vor allem waren
auch die Belange der Stadt und ihre positive städtebauliche Entwicklung
in den Blick zu nehmen. Die Entscheidung für die Heinigstraße ist aus
einer ganzen Reihe von Alternativen die richtige Wahl“, so Ministerin
Ahnen. Im nächsten Jahr soll das Neubauvorhaben in die
Haushaltsberatungen für den Doppelhaushalt 2019/2020 eingebracht werden.

Positiv bewertet auch Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse
die Entscheidung zugunsten des Standorts an der Heinigstraße: „Ich
begrüße es sehr, dass die Polizei ihr neues Präsidium an einem gut
erreichbaren Standort in
Ludwigshafen errichtet und sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
nunmehr deutliche Verbesserungen ergeben. Es ist ein starkes Zeichen der
Bürgernähe, wenn die für Sicherheit zuständigen Behörden so zentral
Präsenz zeigen. Unser Dank gilt allen an der Lösung Beteiligten von der
WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft (W.E.G.) Ludwigshafen, der
Stadtverwaltung sowie auf Seiten des Landes. Gespannt erwarte ich die
Ergebnisse des vom Land angebotenen Architektenwettbewerbes, da ein
neues Gebäude an dieser Stelle natürlich auch städtebaulich Akzente setzt.“

„Wir sind sehr zufrieden, dass es uns gelungen ist, gemeinsam eine gute
und pragmatische Lösung für die Polizei zu finden. Die Fläche an der
Heinigstraße ist unmittelbar verfügbar, und der bestehende Bebauungsplan
ermöglicht es, die Anforderungen von Land und Polizei umzusetzen. Die
Stadt wird nun die weiteren Schritte für den Grundstücksverkauf
einleiten“, sagte Beigeordneter Dieter Feid.

„Für das Brandhallen-Grundstück auf der Parkinsel arbeiten wir weiter an
einer adäquaten Lösung. Gleiches gilt für das Halberg-Gelände. Wie in
den vergangenen Monaten wird die W.E.G. mit den Vertretern des
Eigentümers in Kontakt bleiben, um auf dem Areal eine gemischte Nutzung
zu entwickeln, die zum Rheinufer Süd passt. Hafen und Halberg sind große
Chancen, sowohl für die Eigentümer als auch für die Stadt. Es ist gut,
dass nun eine klare Entscheidung getroffen wurde und wir weiter planen
können“, verdeutlichte Beigeordneter und W.E.G.-Geschäftsführer Klaus
Dillinger die städtebaulichen Perspektiven zweier anderer Standorte, die
ebenfalls für

das Polizeipräsidium in Frage gekommen wären.

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